Jaguar will I-Pace-Reichweite um bis zu 20 Kilometer steigern.

I-Pace-Kunden wurden über ein Software-Update informiert, mit dem bis zu acht Prozent mehr Reichweite möglich sein sollen.

Der I-Pace soll per Softwareupdate mehr Reichweite erhalten. | Foto: G. Soller
Der I-Pace soll per Softwareupdate mehr Reichweite erhalten. | Foto: G. Soller
Gregor Soller

Nach Audi legt jetzt auch Jaguar in Sachen Reichweite nach. dazu modifizeirt man mehrere Details: Am Allrad kommt es zu  Änderungen in der Drehmoment-Verteilung zwischen den vorderen und hinteren E-Maschinen. das soll die  Effizienz bei Fahrten im ECO-Modus – bei unverändert abrufbarer AWD-Traktion - erhöhen. Optimierungen im Thermo-Management sollen zu einem häufigeren Einsatz der aktiven Kühlerlamellen führen. Dabei schließen diese öfter und sollen so die aerodynamische Effizienz steigern.Außerdem erhielt der Akku in Update: Die Batterie kann so ein noch niedrigeres Ladelevel erreichen wodurch die Batteriekapazität noch weiter ausgeschöpft werden kann. Das funktioniert laut Jaguar nur durch  ausgeklügelte Software, ohne dass dadurch Fahrbarkeit, Langzeithaltbarkeit oder Leistung des Akkus geschmälert werden.Die Batterie kann in einem niedrigeren Ladezustand als zuvor betrieben werden.  Zahlen wurden edoch keine genannt. Bisher lag die Netto-Kapazität bei knapp 85 kWh, der Bruttowert bleibt bei 90,2 kWh. Zusätzlich flossen zahlreiche Daten von Fahrzeugen aus Feldversuchen und von Flottenpartnern, wie beispielsweise die I-Pace-Taxis in München oder die Chauffeursflotte in Berlin, in die Weiterentwicklung ein. Je nach Einsatzprofil soll die Reichweite so um bis zu 20 Kilometer steigen. Das Update erhalten I-Pace-Kunden beim Jaguar-Händler kostenlos. Es beeinhaltet zugleich eine verbesserte Software-Over-The-Air (SOTA)-Funktion.

Was bedeutet das?

Die Erfahrungen, die die Hersteller mit ihren E-Autos sammeln, kommen rasend schnell: Scheinbar trauen sich die Techniker jetzt, die eingeplanten Reserven beim Wärmemanagement besser zu nutzen und dem Akku auf den letzten Metern ein paar kWh extra freizuschalten. Angeblich profitiert Jaguar hier auch von den Erfahrungen mit der I-Pace E-Trophy im Rahmenprogramm einiger Formel-E-Rennen, wo modifizierte I-Pace in extremen Fahrsituationen unterwegs sind. So soll Jaguar auch in der Lage sein, das Bremssystem samt Rekuperation neu zu kalibrieren:  Bei vollem Akkustand wurde bisher weniger Rekuperation zugelassen. Außerdem soll künftig auch bei niedrigen Geschwindigkeiten mehr rekuperiert werden können. Für die Kunden ist das positiv: So lange man das ganze per Software lösen kann, haben sie so immer ein aktuelles Auto!

 

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