Jaguar liftet I-Pace dezent

Der I-Pace bietet künftig endlich einen dreiphasigen AC-Lader und ein besseres Navi- und Infotainmentsystem.

Neue Farben und vor allem ein dreiphasiger AC-Lader kennzeichnen den I-Pace-Jahrgang 2021. | Foto: Jaguar
Neue Farben und vor allem ein dreiphasiger AC-Lader kennzeichnen den I-Pace-Jahrgang 2021. | Foto: Jaguar
Gregor Soller

Die AC-Ladezeiten waren immer eine Krux des I-Pace, die Jaguar jetzt beseitigt hat: Mit dem 11-kW-AC-Onboardlader soll die Dauer eines Ladevorgangs bis 100 Prozent auf 8,6 Stunden sinken, zuvor dauerte das rund 13 Stunden. Jaguar gibt an, dass sich mit dem 11-kW-Lader Strom für 53 Kilometer pro Stunde nachgeladen werden kann, sofern die Ladestation das hergibt, bisher waren es rund 35 Kilometer. An der DC-Ladeleistung ändert sich nichts – das neue Ladegerät hat also nur für die Kunden Auswirkungen, die regelmäßig an öffentlichen AC-Säulen laden oder über eine Wallbox mit 11 kW oder mehr verfügen. Am Antrieb ändert sich nichts: Die beiden E-Motoren leisten zusammen 294 kW, die Reichweite liegt nach WLTP bei bis zu 470 Kilometern. Den Verbrauch gibt Jaguar mit 24,8 kWh/100km an.

Dafür hat man das Infotainment und Navisystem überarbeitet: Die verbesserte Einbindung von Ladesäulen soll die Navigation über längere Strecken optimieren – das System soll nicht nur anzeigen, welche Ladesäule frei ist, sondern auch wie lange der Ladevorgang dauern wird und was er kosten soll. Der I-Pace hat jetzt außerdem eine e-Sim-Karte an Bord, die ein Datenvolumen von 20 GB pro Monat hat und im ersten Jahr kostenlos ist. Außerdem wurde die Vorklimatisierung des Innenraums um eine Vorreinigung erweitert. Hier dürfte die Corona-Krise als Beschleuniger der neuen Technik gewirkt haben.  Ein PM2.5-Filter soll auf Wunsch vor der Fahrt feine Partikel und Allergene wie etwa Pollen aus der Luft des Innenraums filtern.

Aus den Land-Rover-Modellen kennt man die 360-Grad-Kamera, und den rahmenlosen Innenspiegel, der per HD-Display das Bild hinten anzeigt, das über die in der Dachfinne integrierten Weitwinkel-Rückfahrkamera erzeugt wird. Von außen gibt es einen geänderten Einsatz des Kühlergrills und neue Farben und ein optionales „Exterieur Bright Pack“ mit Chrom-Akzenten.

Der Basis-Listenpreis liegt in Deutschland bei 77.300 Euro, für die Dauer der auf 16 Prozent gesenkten Mehrwertsteuer gibt es den I-Pace ab 75.352 Euro. Spannend vor allem für Flotten: Die Servicekosten der ersten drei Jahre bis zu 100.000 Kilometer sind hier inkludiert. Mit dem Netto-Listenpreis von 64.957,99 Euro liegt das Modell I-Pace EV400 S knapp unter der Preisobergrenze für den Umweltbonus und ist somit förderfähig. Die Ausstattungen „SE“ und „HSE“ kosten deutlich mehr und kommen nicht unter die Preisgrenze von 65.000 Euro netto.

Was bedeutet das?

Jaguar hat en I-Pace dezent nachgebessert, wobei der dreiphasige AC-Lader die wichtigste Neuigkeit sein dürfte.

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