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Jaguar Land Rover will autonom offroad fahren

Geschichte verpflichtet: In einem neuen Forschungs- und Entwicklungsprojekt widmet sich Jaguar Land Rover der Entwicklung autonomer Fahrzeuge für den Geländeeinsatz.

Beim autonomen Offroad-Fahren gehört ein schnelles Erkennen und Verarbeiten der Untergrunddaten zu den wichtigsten Vorraussetzungen. | Foto: Jaguar Land Rover
Beim autonomen Offroad-Fahren gehört ein schnelles Erkennen und Verarbeiten der Untergrunddaten zu den wichtigsten Vorraussetzungen. | Foto: Jaguar Land Rover
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Gregor Soller

Unbedingte Geländegängigkeit ist vor allem für Land Rover immer noch eines der wichtigsten Markenelemente. Nachdem die Briten im Großraum Coventry bereits autonomes Fahren auf öffentlichen Straßen testen, kehren sie jetzt wieder zurück zu ihren Wurzeln. Für die unbedingte Offroadtauglichkeit braucht es die Entwicklung spezieller Algorithmen. Außerdem im Fokus stehen eine Sensoroptimierung sowie physikalische Tests. Ein Schlüsselelement ist dabei die weltweit erste sogenannte „5-D-Technologie“. Dazu gehören neben optischen Signalgebern wie Kameras, Radar, Lichtdetektion und die Abstands- und Geschwindigkeitsmessung Lidar auch Mikrophone. Damit sollen die Fahrzeuge unwegsamen Untergrund in Echtzeit „scannen“ und die empfangenen Daten entsprechend verarbeiten können. Die Techniken des maschinellen Lernens sollen den autonom fahrenden Wagen immer präziser reagieren lassen, um so auch schwierigstes Terrain oder anspruchsvolle Wetterbedingungen zu bewältigen.

Interessant ist das vor allem für Hilfstransporte in abgelegenen Gebieten und für das Militär, was auch den Fahrer am Steuer entlasten würde. Alternativ könnte man auch Nicht-Offroad-Profis in sehr unwegsames Gelände schicken oder ganz auf die Besatzung verzichten. Hinter dem „Cortex“ genannten Projekt stehen neben Jaguar Land Rover weitere Partner aus Industrie und Wissenschaft. Es hat sich im Rahmen der dritten Förderrunde für vernetzte und autonome Fahrzeuge der britischen Innovationsagentur „Innovate UK“ etabliert.

Was bedeutet das?

Autonom offroad zu fahren, erfordert andere Erfassungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten der Daten als innerstädtischer oder „Onroad-Verkehr“. Dabei geht es weniger um plötzlich auftretende Hindernisse als vielmehr das sondieren des Untergrundes in Echtzeit. Und genug Rechenkapazität, um das Auto „live“ entsprechend reagieren zu lassen.

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