Jaguar elektrifiziert und liftet den E-Pace

Künftig fährt auch der E-Pace als Plugin-Hybrid mit Dreizylinder-Benziner vor.

Auch der E-Pace ist jetzt als Plug-in-Hybrid bestellbar | Foto: Jaguar
Auch der E-Pace ist jetzt als Plug-in-Hybrid bestellbar | Foto: Jaguar
Gregor Soller

Jaguar liftet den R-Pce und sortiert das Motorenangebot neu: Die Diesel werden ausgedünnt, fast alle Verbrenner mildhybridisiert und die Palette um den Plug-in-Hybrid ergänzt. Optisch differenzieren Kenner die neuen E-Pace unter anderem über die Abgasanlagen: Die Vierzylinder-Benziner haben eine zweiflutige Abgasanlage mit verchromten Endrohren, die Diesel und der Plug-in-Hybrid tragen dagegen viereckige Auspuffblenden.

Eine Revolution ist für Jaguar der neue Dreizylinder. Dabei kappen die Briten ihre2,0-Liter-Vierzylinder-Ingenium-Motoren um einen Topf, wie auch BMW und Volvo ihre Vierzylinder um einen Zylinder reduziert haben, der Baukasten macht es möglich. Bleiben auch hier 1,5Liter Hubraum, aus denen die Briten 160 PS holen. Die Basis-Basis startet mildhybridisiert mit Frontantrieb oder man kombiniert sie mit 80-kW-Elektromaschine an der Hinterachse zum starken Plug-in-Hybrid, der dann 309 PS Systemleistung auffährt. Die rein elektrische Reichweite gibt Jaguar mit 63 Kilometern nach WLTP AERcity an, die CO2-Emissionen sollen 43 bis 45 Gramm pro Kilometer betragen und 0 auf 80 Prozent soll an einem öffentlichen DC-Lader mit 32 kW in 30 Minuten geladen sein.

Nur der Basisdiesel bleibt ohne jegliche Hybridisierung

Zwischen den beiden Dreizylinder-Versionen rangieren die Vierzylinder-Benziner: Die starten mit den mildhybridisierten Zweiliter-Vierzylinder-Turbos als P200 und P250 mit 200 respektive 249 PS. Der sportlichste E-Pace wird aber nicht der Plug-in, sondern der P300 Sport. Auch er trägt den Zweiliter-Vierzylinder als Twinturbo-Benziner. Der größte Diesel D200 holt aus ebenfalls zwei Litern Hubraum 204 PS. Den Diesel-Einstieg übernimmt wie bei den kompakten Land-River-Modellen der kleine frontgetriebene Diesel D165 mit Sechsgang-Handschaltung. Er muss als Einziger auf die Mildhybrid-Technologie verzichten. Ansonsten sortiert die Gänge eine Neun-Stufen-Automatik von ZF, während der Dreizylinder bei der Version mit acht Fahrstufen bleibt.

Bis auf die Einstiegsmodelle verfügen alle E-Pace Allradantrieb, der das Drehmoment automatisch zwischen den Achsen verteilt, auch hier spürt man von Anspruch und Kompetenz her die Nähe zur Schwester Land Rover. Das beinhaltet auch die Möglichkeit, bei konstanter Fahrt auf trockener Fahrbahn die Verbindung zur Hinterachse zu kappen, um den Verbrauch zu senken. Eine Ausnahme macht der P300 Sport, der seine 400 Newtonmeter zwischen Vorder- und Hinterachse und dort nochmal zwischen beiden Hinterrädern verteilt und auf permanenten Allradantrieb setzt.

Digitalinstrumente auf 12,3-Zoll-Screen gibt es ab SE-Ausstattung und wie bei den Land Rovers überträgt jetzt auch hier eine Kamera in der Dachantenne ihr Bild auf den Innenspiegel um dessen Sichtfeld massiv zu erweitern.

Bestellt kann ab sofort, die Auslieferung soll im Frühjahr 2021 starten. Die Preisliste startet künftig bei 38.007 Euro brutto, das sind knapp 32.765 Euro netto.

Was bedeutet das?

Nach dem neuen Range Rover Evoque und dem Land Rover Discovery Sport war es klar, dass der Jaguar E-Pace bald mit einem Technikupdate folgen musste, bei dem die Briten gezielt nachgeschärft haben.

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