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Italien wendet sich vom Diesel ab

Rom will ab 2024 alle privat genutzten Diesel aus der Innenstadt verbannen und der FCA-Konzern möchte die Diesel im Pkw-Programm bis 2022 auslaufen lassen.

Dieseldämmerung in Italien: Der FCA-Konzern und einige Großstädte wenen sich vom Diesel ab. | Foto: Unsplash/Dario Veronesi
Dieseldämmerung in Italien: Der FCA-Konzern und einige Großstädte wenen sich vom Diesel ab. | Foto: Unsplash/Dario Veronesi
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Gregor Soller

Die Information kam aus Mexico City: Dort nahm Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi an der „Women4Climate“-Konferenz teil. Von dort aus erklärte sie: „Rom hat sich dazu entschieden, Dieselautos ab 2024 von seinem historischen Stadtkern zu verbannen.“ Rom kämpft weiterhin mit der extrem hohen Verkehrsdichte im Zentrum. Das Problem ist seit Jahrzehnten bekannt: Die Abgase gefährden die historischen Bauwerke und Monumente. Insofern entschloss sich Raggi, jetzt durchzugreifen: „Wenn wir ernsthaft intervenieren wollen, müssen wir den Mut haben, harte Maßnahmen zu ergreifen.“ Da Rom in der Innenstadt kaum Industrie und wegen des milden Klimas vergleichsweise wenig Hausbrand hat, hat, schreibt man die Luftverschmutzung vor allem dem Verkehr zu. Den wollte man schon mehrfach eindämmen, allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Auch FCA hat mittlerweile den Ausstieg aus der Dieseltechnologie bis 2022 angekündigt. Das schreibt die "Financial Times" unter Berufung auf Insider aus dem Konzern. Demnach will der Autobauer im Juni einen Plan vorstellen, den Verkauf von Diesel-Pkw-Modellen in den kommenden vier Jahren auslaufen zu lassen. Das Vorhaben beträfe alle Konzernmarken bis auf die Nutzfahrzeuge. Offiziell hat sich der Konzern noch nicht zum Thema geäußert.  

Was bedeutet das?

Auch in Italien weht dem Diesel ein rauerer Wind entgegen. Aus Sicht der Städte ist der Schritt nachvollziehbar, aus Sicht von FCA nicht: Denn der Konzern ist kein Befürworter der Elektromobilität und könnte den Diesel zum Einhalten der CO2-Grenzwerte bei den Marken Alfa Romeo und Maserati zumindest vorübergehend gut gebrauchen. Doch dessen Entwicklung wird immer teurer: Eine klare Stellungnahme bezüglich künftiger Antriebstechnologien seitens FCA steht immer noch aus.

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