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Ionity nimmt ersten Schnelllade-Standort in Betrieb

Das Joint-Venture der Hersteller Daimler, BMW, Audi, Porsche und Ford nimmt die erste Hürde und will zeitnah weitere Standorte mit 350-kW-CCS-Säulen eröffnen.

Schneller laden: An der Tank & Rast-Station Brohltal-Ost ging die erste Ionity-350-kW-Säule in Betrieb. | Foto: Ionity
Schneller laden: An der Tank & Rast-Station Brohltal-Ost ging die erste Ionity-350-kW-Säule in Betrieb. | Foto: Ionity
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Johannes Reichel

Das Ladeinfrastruktur-Join-Venture der Autohersteller Daimler, BMW, Ford, Audi und Porsche Ionity hat seinen ersten 350-kW-Schnellladestandort in Betrieb genommen. An der Autobahn A61 am rheinland-pfälzischen Standort des Partners Tank & Rast Brohltal-Ost können Fahrer eines Elektrofahrzeugs mit CCS-Kompatibilität im Rahmen eines „Willkommensangebots“ ihr Fahrzeug bis zum 31. Mai 2018 sogar kostenfrei laden, wie der Anbieter mitteilte. Derweil laufen die Vorbereitungen zur Einrichtung weiterer Standorte mit jeweils mindestens sechs Anschlussmöglichkeiten. Bis 2020 hat sich der Anbieter eine Zahl von 400 Schnelllademöglichkeiten entlang dem europäischen Fernstraßennetz zum Ziel gesetzt. Alle 120 Kilometer soll eine Station stehen, immer möglichst nahe an der Autobahn. Jeder Standort weise seine geographischen, juristischen und tektonischen Besonderheiten auf und bedürfte einer separaten Genehmigung, erklärte Ionity-Chef Michael Hajesch gegenüber der Süddeutschen Zeitung. "Wir brauchen 400 Genehmigungen für 400 verschiedene Großbaustellen", schilderte der Manager, der von BMW zu dem Infrastruktur-Start-Up kam, gegenüber der SZ.

Die Zeitung will zudem von weiteren Gesprächen wissen, die Kooperation auf weitere Hersteller auszudehnen, so etwa mit Volvo, FCA, PSA/Opel sowie Jaguar Land Rover und sogar mit Tesla, die bisher auf ihr eigenes "Supercharger"-Ladenetz setzen. Spätestens mit dem Model 3, das derzeit noch in der Produktionswarteschleife hängt, sollen auch die kalifornischen E-Autos mit dem CCS-Standard kompatibel sein. Darüber hinaus sollen weitere Partner neben den bisherigen Firmen Shell, OMV, Tank & Rast und Circle K die Erschließung von Grundstücken erleichtern: Die Tankstellenbetreiber Q8 und MRH, einen der größten Betreiber in Großbritannien. Die Säulen selbst werden von ABB, Porsche sowie der australischen Firma Tritium geliefert.

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