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Invers-Studie zu Microcar-Sharing in Europa: Klein, aber mit großem Potenzial

Microcar-Sharing ist ein "Mini-Trend" in Europa, in Deutschland bisher selten. Die Potenziale für die Mobilitätswende sind groß, weil Kleinfahrzeuge wenig Ressourcen, Platz und Energie brauchen, aber mehr Komfort bieten als Rad oder ÖPNV. Invers hat eine Übersicht erstellt über Geschäftsmodelle und Mikromobile in Europa.

Klein, aber oho: Micromobile wie der Biro von Estrimo brauchen extrem wenig Platz und bieten doch individuelle und bequeme Mobilität für zwei Personen und Gepäck. | Foto: Invers
Klein, aber oho: Micromobile wie der Biro von Estrimo brauchen extrem wenig Platz und bieten doch individuelle und bequeme Mobilität für zwei Personen und Gepäck. | Foto: Invers
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Johannes Reichel

Mini-Mobility kann zur Mobilitätswende beitragen: Aufgrund ihrer geringeren Größe sind diese Fahrzeuge kostengünstiger als herkömmliche E-Fahrzeuge, benötigen weniger Platz und bieten mehr Parkmöglichkeiten - Eigenschaften, die besonders in überfüllten städtischen Gebieten von Vorteil sind. Auch im Carsharing sind diese elektrischen Leichtfahrzeuge im Einsatz. Die neue Marktanalyse des Siegener Spezialisten für Carsharing-Technologie Invers identifiziert in Europa aktuell 17 Carsharing-Betreiber in 8 europäischen Ländern, die solche autoähnlichen Fahrzeuge anbieten. Microcars & Co benötigen bei der Produktion weniger Energie und Ressourcen wie beispielsweise knappe Batteriekomponenten. Ihr Energiebedarf im Betreib ist deutlich geringer als der von Standard-EVs, führt der Anbieter die Vorteile auf. Im Vergleich zu Mikromobilitätsangeboten wie E-Rollern, Fahrrädern und Mopeds sind sie bequemer und komfortabler, weil die Passagiere sitzen und besser vor Wetter geschützt sind. Außerdem bieten sie mehr Stauraum und häufig Platz für zwei Personen.

Derzeit bilden die elektrischen Leichtfahrzeug noch eine Nische im urbanen Mobilitätsmix, sind aber im Carsharing-Angebot bereits angekommen: Kunden von Carsharing-Anbietern wie Enjoy oder Pikyrent in Italien, GoTo/Astara Move in Spanien, drivemycar oder Share Birrer in der Schweiz sowie wheego in Deutschland können diese autoähnlichen Kleinfahrzeuge aktuell bereits nutzen. Die meisten der 17 in der Marktanalyse von Invers vorgestellten Betreiber konzentrieren sich dabei allerdings nicht exklusiv auf Mikroautos, sondern nehmen sie in ihren bestehenden Carsharing-Flottenmix mit Standard-Pkw auf.
 

Die meisten dieser Fahrzeuge in Carsharing-Flotten sind derzeit in Italien im Einsatz. Der italienische Carsharing-Anbieter "Enjoy" verfügt mit Hunderten von Microcars über die größte Flotte in Europa. Aber auch andere Betreiber testen und setzen Mikroautos und andere kleine Fahrzeugtypen ein. Erst im März 2024 hat der spanische Betreiber GoTo/Astara Move seine bestehende große Carsharing-Flotte um Microlino-Mikroautos erweitert.

„Das Interesse von Carsharing-Nutzern an Microcars wächst. Wir erhalten zunehmen Anfragen von Betreibern. Viele gängige Modelle wie XEV Yoyo, Citroën Ami, Microlino, Renault Twizy und Estrima Birò hat unser Team bereits analysiert und sharing-fahig gemacht", erklärt Alexander Kirn, CEO von Invers.

Die in der Analyse berücksichtigten kleinen Fahrzeuge lassen sich nicht ohne weiteres unter einem einzigen Begriff zusammenfassen. Oft wird einfach der Begriff "Microcar" verwendet. Diese kleinen Fahrzeuge, die im weitesten Sinne als besonders kompakte Fahrzeuge definiert sind, fallen häufig in die Klassen L7e oder L6e gemäß der EU-Verordnung 168/2013. Das Whitepaper konzentriert sich jedoch auf alle Fahrzeuge mit Pkw-ähnlichen Eigenschaften unterhalb der Standard-Pkw-Klasse, vor allem innerhalb der L-Klasse in der oben genannten Verordnung. Dazu gehören vier- und dreirädrige Fahrzeuge der europäischen Fahrzeugklassen L7e, L6e, L5e, L2e und sogar ein sehr kleines N1-Fahrzeug für Frachtzwecke. Download des Whitepapers “Microcars in European Carsharing: Exploring the Use of Light Electric Vehicles and Mini-Mobility in Carsharing”

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