Invers SmartControl: Flottes Einflotten und Testen im Sharing

Anbieter führt Tool ein, mit dem sich Telematikeinheiten schnell und einfach konfigurieren lassen, und geführte Funktionstests für alle gängigen Fahrzeugmodelle vornehmen lassen.

Schneller einflotten: Mit einer neuen App will der Softwarespezialist Sharingbetreibern die Indienstnahme neuer Fahrzeugeinheiten deutlich erleichtern. | Foto: Invers
Schneller einflotten: Mit einer neuen App will der Softwarespezialist Sharingbetreibern die Indienstnahme neuer Fahrzeugeinheiten deutlich erleichtern. | Foto: Invers
Johannes Reichel

Der Siegener Sharing-Software-Spezialist Invers hat eine neue Einflottungs-App vorgestellt, die das Aufnehmen neuer Fahrzeuge in eine bestehende oder neue Shared-Mobility-Flotte erleichtern soll. Mit der sogenannten SmartControl-App ließen sich Telematikeinheiten in sämtlichen Fahrzeugmodellen, vom Bike und Kickscooter über Mopeds und Roller bis zum Auto, schnell und kundenindividuell installieren und konfigurieren, verspricht der Anbieter. Besondere Vorkenntnisse oder technisches Know-How seien nicht erforderlich. Gleichzeitig könnten Anwender alle relevanten Funktionen der Telematikeinheit bis ins Backend des Betreibers testen.

„Fahrzeuge sind sehr komplex, so dass die Konfiguration einer Telematik passend zum Fahrzeug sehr herausfordernd sein kann“, meint Alexander Kirn, CEO von Invers.

Betreiber hätten teils berichtet, dass sie nach der Einflottung teilweise jedes zweite Fahrzeug in seiner Konfiguration erneut anpassen oder sogar neu konfigurieren mussten. Durch den App-gestützten Prozess der Konfiguration und des finalen Tests soll die App sicherstellen,m dass jedes Fahrzeug schnell eingeflottet werden kann und dann im Feld zu 100 Prozent funktioniert, wirbt Kirn.

Heikler Moment: Öffnen und Schließen

In den Entwicklungsprozess seien praktische Erfahrungen vieler Betreiber aus Einflottungsprozessen eingeflossen. Ergebnis sind etwa eine Scan-Funktion, die dem Vernehmen nach intuitive Nutzerführung, Offline-Setups, geführte Funktionstests und die Möglichkeit, unbegrenzt viele Telematikeinheiten parallel zu konfigurieren. Grundsätzlich sei es für Betreiber wichtig, sicherzustellen, dass alle relevanten Kommandos an das Fahrzeug reibungslos durchlaufen. Das gelte insbesondere für das Öffnen und Schließen sowie das Lösen der Wegfahrsperre. Diese Funktionen müssen Shared-Mobility-Anbieter testen und dokumentieren, bevor sie ein Fahrzeug im Feld einsetzen, skizziert der Anbieter die Problematik.

Darüber hinaus haben viele Betreiber in individuellen Konfigurationen weitere Datenpunkte definiert, die für ihr Angebot und ihre Prozesse zentral seien, wie die Cockpit-Kontrollleuchten, das Fahrzeug-Tracking oder das Erkennen von Neigungswinkeln bei Mopeds und Kickscootern. Auch diese kundenspezifischen Konfigurationen ließen sich mit dem Tool testen, so dass ein einwandfreier Kommando- und Datenaustausch zwischen dem Fahrzeug und dem Backend sichergestellt und im Installationsreport dokumentierbar sei.

Masseninstallationsfunktion integriert

Beim Einflotten mehrerer Fahrzeuge profitieren Anwender außerdem von einer Masseninstallationsfunktion. Vor allem Betreiber von Mikromobilitätsangeboten wollen ihre Flotten häufig in kurzen Zeitfenstern um mehrere hundert Fahrzeuge erweitern, die sie alle mit der gleichen betreiberspezifischen Konfiguration einflotten müssten. Diese lasse sich bei der neuen Anwendung als Grundkonfiguration festlegen, die dann automatisch auf alle aufzunehmenden Fahrzeuge übertragen werde. Diesen Prozessschritt könne der Betreiber auch im Offline-Modus durchführen, so dass die Mitarbeiter zunächst alle Telematikeinheiten konfigurieren, bevor sie diese physisch in die Fahrzeuge einbauen.

Mittels der Scan-Funktion werde das Erfassen der Stammdaten der einzelnen Fahrzeuge deutlich komfortabler und die Datenqualität steigt signifikant, so das Versprechen. Die App erlaubt das Scannen der Fahrgestellnummer und des Nummernschildes, beschleunige damit den Prozess gegenüber der manuellen Eingabe erheblich und mache ihn weniger fehleranfällig, wirbt der Spezialist. Insgesamt schätzt man, dass sich der zeitliche Aufwand für die Konfiguration neuer Fahrzeuge für eine bestehende Flotte um rund 70 Prozent reduzieren lassen soll. Die App unterstützt derzeit die Konfiguration von CloudBoxx und CloudBoxx Mini und ist im Google Play Store erhältlich.

Printer Friendly, PDF & Email