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Intelligentes Laden: Magna Telemotive lud zum Stand der Dinge

Das Thema intelligentes Laden gewinnt an Bedeutung. Magna Telemotive entwickelt Softwarelösungen dafür.

Das Laden wird künftig für den Anwender noch einfacher, aber inhaltlich komplexer werden. | Foto: Audi
Das Laden wird künftig für den Anwender noch einfacher, aber inhaltlich komplexer werden. | Foto: Audi
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Gregor Soller

Die Zahlen, die Magna Telemotive Product-Owner Hayk Ter-Grigoryan an die Wand warf, waren beeindruckend: Der Bestand an Elektrofahrzeugen stieg allein von 2017 bis 2018 um 64 Prozent an und deren Marktanteil an den Neuzulassungen übersprang 2018 erstmals die Drei-Prozent-Marke. Die 2,1 Millionen Neuzulassungen 2018 erhöhten den Bestand damit auf rund 5,4 Millionen Stromer weltweit, die aber nur 0,4 % des Gesamtbestandes der rund 1,3 Milliarden zugelassenen Pkw ausmachen. Trotzdem zeigt die Tendenz weiter klar nach oben. Stärkster Treiber ist der chinesische Markt, aber auch Teslas Model 3, dass sich jüngst die weltweite Verkaufskrone vor dem BAIC EC180/200 EV und dem Nissan Leaf sicherte. Mittlerweile bieten chinesische Hersteller 150 BEV-Fahrzeuge an. Ernüchternd die Zahlen der EU: Dort werden die heimischen Anbieter demnächst acht rein elektrische Modelle im Portfolio haben, bevor 2020 mehrere neue Modelle auf den Markt kommen.

Auf der anderen Seite steigt auch das Angebot an Ladestationen und –Technik. Wobei sich der CCS-Standard laut Ter-Grigoryan am schnellsten durchsetzt und gegenüber CHAdeMO und dem chinesischen Standard GBT am schnellsten wächst, zumal auch Tesla auf den CCS-Standard aufgesprungen ist. Und aus der einstigen Sonderstellung Chinas in Sachen Ladetechnik wird ab 2020 zusammen mit dem japanischen CHAdeMO der neue ChaoJi, dessen Details noch nicht ganz stehen und der rückwärts-kompatibel zu CHAdeMO ausgelegt werden soll.

Interessant wird jetzt die Kommunikation vom Auto zur Ladetechnik und hier kommt Magna Telemotive respektive die Siemens-Tochter Mentor ins Spiel: Beide Unternehmen kooperieren hier in Sachen smarter Ladetechnik, wie Wolff Rüter, Business Developer bei Magna Telemotive erklärt. Dabei helfen bei den Fahrzeugen diverse Standards wie die ISO 15118 oder die DIN 70121 und auch für ChaoJi sind schon Standards angekündigt. Dazu kommen „value added Services“, welche das Laden angenehmer machen sollen und die eingebunden werden müssen. Hilfreich sind dabei auch offene Schnittstellen für weitere Applikationen. 

Schon jetzt bietet Magna Telemotive Software an, mit der man seine Ladevorlieben festlegen kann, beispielsweise, ob man ökologisch, günstig oder schnell laden möchte. Auch gewünschte Ladezeiten oder Ladezeitfenster kann man vorgeben. Knackpunkt ist für viele Entwickler hier der nötige PLC Stack, respektive Stapelspeicher, der zusätzlich Hard- und Software erfordert. Heißt, dass wieder eine CP (Control-Pilot)-Leitung erfordert, auf die dann ein digitales Signal aufmoduliert wird. Eine sichere und saubere Sache. Daraus resultiert das Telemotive Intelligent Charging, welches die PLC (Power Line Communication) nutzt und so für das Gesamtsystem den Kontakt zum Netz herstellt. Und so für Authentifizierung, Bezahlvorgänge oder andere Services genutzt wird. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten in Sachen „smartem Laden“.

Hier wäre manchen ein Wlan-Chip lieber, der sich einfach und vor allem preisgünstig ins Fahrzeug integrieren ließe. Ein weiterer angestrebter Vorteil ist laut Rüter die komplette Datenverschlüsselung ohne Backend, heißt: Fahrzeug und Ladestation kommunizieren direkt und die Daten sind maximal sicher. Einziges Problem: Während die Standardisierung in den Fahrzeugen durch die starke Normierung bereits sehr weit gediehen ist, setzt dieser Standardisierungsprozess bei der Ladetechnik gerade erst ein. Das bestätigt auch Dirk Vogel, Systemarchitekt für die „Autosar“ genannte Systemarchitektur der Mentor-Software. Denn die Kommunikation zwischen Auto und Ladetechnik erfolgt innerhalb des Magna-Telemotive-Systems über das Board von Mentor Graphics.

Weiterer Punkt ist die Authentifizierungszeit, die bei Magna-Telemotive binnen Sekunden funktioniert. Auch das zuverlässige Wählen der eigenen Ladespezifika und künftige Erweiterungen stellen für Mentor kein Problem dar. Insofern blickt man der neuen smarten Zukunft gelassen entgegen: Magna Telemotive Intelligent Charging ist gerüstet für die smarte und individuelle Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation und zukunftssicher für neue Entwicklungen und Standards – die definitiv kommen werden. Darüber herrschte große Einigkeit auf der Magna-Veranstaltung in München.

Was bedeutet das?

Für die intelligente Software zwischen E-Auto und der Ladetechnik helfen Standards wie die ISO 15118, die DIN 70121 oder die künftigen ChaoJi-Richtlinien. In der Praxis bieten die Autohersteller auch ein vergleichsweise hohes standardisiertes Niveau, dem sich die Ladetechnik jetzt annähert. Spannend wird jetzt die Zukunft des intelligenten und smarten Ladens. Hier wird es neue Anforderungen und Fragen geben, für die man sich softwaretechnisch rüstet. Magna und Mentor stehen dafür bereit.

 

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