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Infineon trotzt Nachfrageflaute bei E-Autos - Elektrifizierung als Treiber

(dpa-AFX) Wachstumstreiber Elektromobilität: Der Halbleiterhersteller sieht die Entwicklung trotz aktueller Flaute beim Absatz positiv. Und profitiert auch vom doppelt höheren Bedarf an Mikrocontrollern in E-Autos. Auch aufgrund moderner Assistenzsysteme sind die Chips schwer gefragt. Strategische Reserve an Komponenten.

Infineon inside: Die Halbleiter der Münchener stecken auch in den Master-Controller-Einheiten von Vitesco. Sie sind in E-Autos zentrale Bausteine. | Foto: Vitesco/Infineon
Infineon inside: Die Halbleiter der Münchener stecken auch in den Master-Controller-Einheiten von Vitesco. Sie sind in E-Autos zentrale Bausteine. | Foto: Vitesco/Infineon
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Johannes Reichel

Der Münchener Chiphersteller Infineon blickt trotz der aktuellen Nachfrageschwäche bei Elektroautos optimistisch auf dieses Segment. "Die Elektromobilität bleibt einer der größten Wachstumstreiber für uns, zumal im Vergleich zum Verbrennermotor hier doppelt so viele Halbleiter verbaut werden", sagte Finanzvorstand Sven Schneider "Euro". Vor allem in China, das für zwei Drittel des Weltmarktes für Elektromobilität stehe, entwickle sich der Absatz weiter stark.

Potenzial sieht der Manager vor allem bei sogenannten Mikrokontrollern, also elektronischen Steuerungseinheiten etwa für Infotainment und Fahrassistenzsysteme. Bei diesen hat sich Infineon 2023 von Platz 2 mit einem Plus von 4,4 Prozentpunkten auf 28,5 Prozent weltweit auf den globalen Spitzenplatz vorgearbeitet, vorbei an Renesas, wie eine aktuelle Analyse des kanadischen Marktforschers Techinsights zeigt. "Wir wollen den Umsatz in diesem Segment in den kommenden fünf Jahren auf sechs Milliarden Euro verdoppeln", sagte Schneider.

 

Als Reaktion auf die erheblichen Auswirkungen der Lieferengpässe bei Autochips während der Pandemie sorgen vor allem die Kunden in der größten Sparte des Münchner Chipkonzerns Infineon nun vor. „Buchungen von Kapazitäten sichern uns ungefähr 20 Prozent unseres Geschäfts für die nächsten Jahre“, so Schneider. Als strategische Reserve halte man gegenwärtig Komponenten im Wert eines dreistelligen Millionenbetrags auf Lager. Ein Teil davon sei Vorproduktion, ein Teil diene der Absicherung möglicher Unterbrechungen von Lieferketten und ein weiterer Teil seien Bestände, die für Kunden gelagert werden. Infineon werde für eine entsprechende Vorratshaltung von Kunden bezahlt, betonte der Manager.

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