Indien erschwert Dieselzukunft

Ab 1.4.2020 löst die Norm "Bharat-Stage VI", die der Euro-6-Norm entspricht, die der Euro-4-Niveau entsprechende Abgasnorm Bharat IV ab.

Maruti-Suzuki reagiert prompt: Ab 1.4.2020 sollen keine Diesel mehr verkauft werden. | Foto: Maruti
Maruti-Suzuki reagiert prompt: Ab 1.4.2020 sollen keine Diesel mehr verkauft werden. | Foto: Maruti
Gregor Soller

Indien erstickt in Abgasen und überspringt am 1.4.2020 Bharat V. Durch die übersprungene Abgasnorm sollen die Stickoxidemissionen vor allem bei Dieseln um bis 68 Prozent sinken, der Feinstaubausstoß soll um rund 80 Prozent reduziert werden. Außerdem fährt Indien die Selbstzünder-Subventionen zurück: Sie machten den Diesel einst zu einer günstigeren Alternative, denn ein Liter Diesel war 2012 rund 34 Cent billiger als ein Liter Benzin - heute sind es nur noch zehn Cent. Außerdem verteuert die neue Abgastechnik die Selbstzünder weiter: Die nötige Technik würde den Preisunterschied zu vergleichbaren Benzinern massiv erhöhen. Maruti-Suzuki rechnet mit rund 2500 statt rund 1300 Euro. Deshalb will Indiens Marktführer ab 1.4.2020 keine Diesel mehr verkaufen. Derzeit ist noch rund jeder vierte in Indien verkaufte Maruti ein Diesel.

Was bedeutet das?

Auch Indien erstickt in den Abgasen und fördert Elektromobilität. Bisher ging der Subkontinent dabei aber eher dezent vor. Der Spring von Bharat 4 auf 6 ist jedoch ein großer und man darf gespannt sein, wie sich die weiteren Beschlüsse auf die E-Mobilität in Indien auswirken. Die wird bisher nur am Rande gefördert und betrieben.  

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