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IAA Mobility 2023: Mini präsentiert den neuen Countryman

Der Mini Countryman wächst weiter, und das nochmal ganz massiv, denn er soll jetzt auch in den USA als – naja, eher als „Small SUV“ ernst genommen werden. Noch wichtiger: Als Bruder des BMW X1 kommt er auch rein elektrisch.

Größer und klarer: Der neue Countryman fährt architektonischer vor denn je. | Foto: Mini
Größer und klarer: Der neue Countryman fährt architektonischer vor denn je. | Foto: Mini
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Gregor Soller

Beginnen wir gleich mit den Maßen und der Kernaussage: Der 4.433 mm lange, 1.843 mm breite und 1.656 mm hohe MINI Countryman soll „stilvolles Multitalent und geräumiger Alltagsbegleiter zugleich“ sein. Der Radstand wuchs auf 2.692 mm und unsere erste Sitzprobe ergab: Genug Platz für vier samt Gepäck! Fahrer und Beifahrer gewinnen im neuen Countryman mit knapp drei Zentimetern zusätzlicher Breite im Schulter- und Ellenbogenbereich merklich an Raum. Auch die Sitzplätze im Fond wachsen um 2,5 Zentimeter Schulterbreite. Gefühlt ein klassisches Midsize-SUV!

Neu: Erster Mini made in Germany und erstmals elektrisch

Der 150 kW/204 PS starke Elektromotor des Countryman E erreicht ein Drehmoment von 250 Nm, beschleunigt in 8,6 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und kommt auf eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h. Mit 230 kW/313 PS erreichen die E-Motoren des allradgetriebenen Countryman SE ALL4 ein kombiniertes Drehmoment von insgesamt 494 Nm, beschleunigen das Fahrzeug von 0 auf 100 km/h in 5,6 Sekunden und erzielen eine Spitzengeschwindigkeit von 180 km/h. Die Batterie hat einen Energiegehalt von 66,45 kWh netto. Damit erreicht der Countryman E eine im Testzyklus WLTP ermittelte Reichweite von bis zu 462 Kilometer, der Countryman SE ALL4 erreicht bis zu 433 Kilometer, real dürften eher knapp 400 und 350 km sein – passt jedoch für die meisten nicht zu wilden Einsätze. Statt aus dem niederländischen Born kommt der Neue jetzt aus Leipzig, ist also "Sachse ohne Angel" sozusagen.

AC Laden mit bis zu 22 kW

Die Batterie kann per Wechselstrom mit 22 kW geladen werden. Das Schnellladen mit Gleichstrom ist in beiden rein elektrischen Modellen mit 130 kW möglich. Damit genügen laut Mini knapp
30 Minuten an einer HPC-Säule um den Akku von 10 Prozent auf 80 Prozent aufzuladen. Durch die aktive Navigation zu einer Schnellladesäule über die Mini-Navigation wird die Hochvoltbatterie je nach Wetterbedingungen vorab auf die ideale Temperatur zum effizienten Laden gebracht. Insbesondere bei kalten Außentemperaturen kann die Ladezeit so merklich reduziert werden.

Stefanie Wurst, Leiterin von Mini, erklärt:

 „Mit dem vollelektrischen MINI Countryman führt das größte Modell der neuen Mini Fahrzeugfamilie die Marke in eine Ära lokal emissionsfreier Elektromobilität. Der erste in Deutschland gefertigte MINI steht auch in der Produktion für größtmögliche Umweltverträglichkeit. Seine Vielseitigkeit und sein kraftvoller Elektroantrieb machen ihn zum perfekten Begleiter in der Stadt und für Abenteuer darüber hinaus.“

Optisch tat Oliver Heilmer, Leiter Mini Design, einiges, um das Auto „cleaner“ und schlanker aussehen zu lassen – in der Basis tendiert das dann allerdings schon Richtung Dacia, denn weniger komplexe Flächen bringen zwar Coolness, sparen aber auch Werkzeugkosten und der Grat zwischen „simple“ und „simpel“ ist so schmal wie der Buchstabendreher in diesem Wort, aaaber: Der Countryman bleibt sehr eigenständig, innen wie außen und das gefällt uns sehr. Denn 0815-SUV gibt es anderswo eh schon wie Sand am Meer.

Nebenbei konnte man die Aerodynamik auf einen cW-Wert von 0,26 optimieren, wo sich der Vorgänger noch mit 0,31 in den Wind gestellt hat. Dabei helfen eine klare Gestaltung der Oberflächen, das leicht gewölbte Dach mit nahtlosem Anschluss der neu designten C-Säule in trimspezifischer Ausprägung und das charakteristisch umlaufende Blackband stützen
das moderne Design des Exterieurs. Das markante C-Säulenelement schafft eine neue, gut sichtbare Bühne zur Differenzierung verschiedener Modelle, Ausstattungsoptionen und folgender Editionen. Ein bisschen kennt man das an der Stelle vom Land Rover Defender, sozusagen einem Ex-Ex-Verwandten…

Vorn dominiert der neue oktogonale Frontgrill geprägt: In seine Oberfläche ist ein besonders kleiner Radarsensor bündig integriert und unterstützt die gesteigerte Funktionalität der Fahrerassistenzsysteme. In der neuen Modellgeneration ist der Countryman das erste Fahrzeug mit Level-2-Assistenzsystemen, die teilautomatisiertes Fahren ermöglichen.

Auch hier: Kein Chrom mehr

Auch Mini hat beim Countryman das Chrom durch silberne Akzente ersetzt. Wirkt cleaner und spart Geld – und hilft beim Recycling. Das kommt bei den bis zu 20 Zoll großen Rädern schon zum tragen. Sie bestehen teils aus Recyclingmaterial.
 

Neu: Anzeigen nur noch zentral und im Head-Up

Das Dashboard kommt hier ohne zusätzliche Anzeige hinter dem Lenkrad aus. Alle relevanten Inhalte werden auf das optionale Headup-Display projiziert. Diese Reduktion auf das Wesentliche öffnet den Blick nach vorne und prägt den großzügigen Innenraum durch clever gestaltete, hochwertige Bauteile – auch hier findet man ganz neue und tolle Ansätze und erkennt, wenn man sich etwas auskennt, den Willen, ein paar weitere Cent zu sparen...

Sehr angenehm und warm: Das Armaturenbrett besteht analog zum neuen Mini Cooper, im Classic-, Favoured- und JCW-Trim, erstmals auch aus textilen Oberflächen. Warme und angenehme Materialien sorgen tatsächlich für Wohlfühlatmopsphäre. Ein eigens entwickeltes Strickverfahren erzeugt die pflegeleichte, vielseitige Struktur des zweifarbig designten Textils aus recyceltem Polyester. Das optionale Panorama-Glasdach macht das Interieur besonders hell und freundlich, die vordere Hälfte kann geöffnet werden.


Variabler Fond bringt Flexibilität, dabei helfen auch bis zu 1,2 t Anhängelast

Im Fond gibt sich der Countryman variabel: Bis zu 13 Zentimeter kann die Position der hinteren Sitzreihe in der Länge verstellt werden. Auch die Rückenlehne der drei hinteren Sitzplätze ist individuell in sechs Positionen um bis zu 12° Grad einstellbar. Damit kann der Sitzplatz entweder zum Zurücklehnen einladen oder eine aufrechte Sitzhaltung unterstützen. Im Kofferraum mit 460 Liter bis zu 1.450 Liter Volumen können bei umgeklappter Rückbank auch sperrige Gegenstände einfach transportiert werden. Ein zusätzliches Bodenfach bietet komfortabel Platz für das Ladezubehör des vollelektrischen Countryman. Für einen Frunk war unter der Fronthaube leider kein Platz. Die Anhängekupplung kann elektrisch ein- und ausgefahren werden. Die Anhängelast beträgt bis zu 1.200 kg.

Hochgradig individualisierbar: Die Interaction Unit mit aktuellstem (BMW) Operating System

Das zentrale OLED-Display setzt mit seiner hohen Auflösung und einer erstmals runden Form einen neuen Akzent: Die Center-Ikone prägt das Interieur und erweitert das klassische Rundinstrument des Vorgängermodells durch eine völlig neue Haptik und vielseitige Funktionen. Als Kombiinstrument soll die Interaction Unit Erlebnis- und Komfortzentrum zugleich sein. Dank dem Mini Operating System 9 lassen sich alle Fahrzeugfunktionen intuitiv per Touch oder Sprache bedienen. Das Operating System 9 ist eine Eigenentwicklung der BMW Group und basiert auf einem Android Open Source Project (AOSP) Software-Stack. Die Bedienung erfolgt intuitiv in Anlehnung an gewohnte Standards aus dem Consumer Electronics Bereich. Das Display ist im neugestalteten Cockpit dichter an beide Vordersitze gerückt und besonders komfortabel erreichbar. Der Durchmesser des dünnen Touchdisplays mit hochwertiger Glaskante und einem Durchmesser von 240 mm erinnert in seiner Bedienlogik an die vom Smartphone gewohnten Standards.

Die grafische Darstellung der Inhalte ist modern und auf das Wesentliche fokussiert. Im oberen Bereich kommen die relevanten, fahrzeugbezogenen Informationen wie Geschwindigkeit und Akkustand zur Anzeige. Beim Druck auf die Geschwindigkeitsanzeige erscheint ein dezidiert großes Display mit Full-Screen-Tacho, das den klaren Fokus aufs Fahren setzt.

Auch im Mini: Mehr wischen, weniger tasten

 Im Home Menü sind Links und Rechts der aktuellen Menüfunktion die weiteren Widgets in Miniaturansicht dargestellt. Sie können durch horizontales Wischen in die Mitte geholt und angewählt werden. Im unteren Bereich des OLED-Displays sind die Menüpunkte Navigation, Media, Telefon und Klima jederzeit direkt anwählbar. Alle weiteren Funktionen können analog zu einem Smartphone über das Menü angesteuert werden. Über den Home-Button springt das Display wieder zurück in die Grundeinstellung.

Mini Experience Modes für optionale immersive Fahrerlebnisse

Die optionalen Mini Experience Modes erweitern das Erlebnis im Innenraum mittels einer Projektoreinheit hinter dem Rundinstrument. Damit erstrahlt das Dashboard durch spezielle Leuchtgrafiken in unterschiedliche Muster und Farben, je nach Wahl des Experience Modes. Die Ambientebeleuchtung im gesamten Fahrzeug orientiert sich in der Farbgebung an den projizierten Lichtmustern. Im Zusammenspiel mit den neu kreierten MINI Driving Sounds beim vollelektrischen Countryman und spezifischen Grafikelementen im OLED Display schuf man einen Sprung zum Vorgänger.

Technik aus der Welt des Home-Entertainments

Dieses immersive Nutzererlebnis erweitert den neuen Mini Countryman um völlig neue Möglichkeiten zur Individualisierung. So kann etwa im Personal Mode ein individuelles Bild per Mini App als Displayhintergrund eingestellt werden. Anschließend identifiziert ein digitaler Colour Picker die dominierenden Farben des Fotos
zur Projektion auf die textilen Dashboard-Oberflächen. Auch die Ambientebeleuchtung unter dem Dashboard und im Türspiegel orientiert sich farblich an den Projektionen.

Speziell gestaltete, dynamische Hintergründe lassen die unterschiedlichen Experience Modes besonders lebendig wirken. Dabei unterstützen subtile Lichtbewegungen die verschiedenen Optionen der acht Modi ohne vom Fahren abzulenken. Jeder Mode stellt jeweils eine zum Ambiente passende „Mode App“ in den Fokus des Displays.

Die neugestaltete Toggle-Leiste: Ein klassisches Carry-Over

Unterhalb des Dashboards wirkt der neue MINI Countryman besonders aufgeräumt und voller Historie. Das Design der neu gestalteten Toggle-Leiste zitiert die verschiedenen Funktionen mit fünf individuell gestalteten Kipphebelschaltern. Damit sind die wichtigsten Fahrfunktionen (Parkbremse, Gangwahlstufe, Start/Stopp-Schlüssel, Experience Mode Toggle, Lautstärkeregler) direkt zugänglich. Gleichzeitig entfällt dadurch der Gangwahlschalter in der Mittelkonsole und macht dort auch Platz für praktische und geräumige Ablagemöglichkeiten.

Dazu gehört neben den im Durchmesser gewachsenen Cupholdern auch eine neue, großzügige Ablagefläche unterhalb der Toggle-Leiste. Dort können Smartphones gut auffindbar verstaut und gleichzeitig per Wireless Charging aufgeladen werden. Ab der Ausstattungsvariante „Favoured Trim“ ist zudem eine Aufbewahrungsbox mit passendem Strickbezug serienmäßig verfügbar.

Der Sprachassistent wurde smarter, im Parkhaus kann das Fenster an der Schranke automatisch öffnen

Im neuen Countryman können zahlreiche Funktionen mit dem ersten vollwertigen Sprachassistenten der Marke gesteuert werden. Für eine flüssigere Kommunikation sollen mündliche Äußerungen ohne Verzögerung übertragen und auf dem Display visualisiert werden. So können ganz einfach per Zuruf Navigation, Telefonie, Entertainment und zahlreiche Fahrzeugfunktionen angesteuert werden.

Der Intelligent Personal Assistant soll durch den gemeinsamen Dialog kontinuierlich dazulernen und übernimmt auf sich wiederholenden Routen alltägliche Aufgaben. So kann das Fahrzeug auf Basis geobasierter Daten beispielsweise lernen, bei der Einfahrt ins Parkhaus automatisch das Fenster zu öffnen und gestaltet alltägliche Routinen so komfortabler und persönlicher.

Auch die Assistenzsysteme wurden merklich erweitert

Zusätzlich zur bekannten automatischen Aktiven Geschwindigkeitsregelung unterstützt der Lenk- und Spurassistent die Querführung und ist Bestandteil des optionalen Driving Assistant Plus Pakets. Im umfangreichen Optionspaket Driving Assistant Professional unterstützt eine neue Funktion den Fahrer durch teilautomatisiertes Level-2-Fahren dabei, die richtige Ausfahrt zu nehmen. Auf Basis der Fahrzeugsensoren und weiterer Assistenzsysteme erkennt der Assistent für den Spurwechsel hin zur Ausfahrt notwendige Lücken im Verkehr und bringt das Fahrzeug auf die optimale Geschwindigkeit für den unterstützten Spurwechsel.

Carryover von BMW: Erstmalig ist auch das teilautomatisierte Fahren auf autobahnähnlichen Routen mit bis zu 60 km/h möglich. Bis zu dieser Geschwindigkeit kann der Fahrer die Hände vom Lenkrad nehmen, sofern er den Verkehr weiterhin aufmerksam verfolgt. Der Fahrer muss jederzeit bereit sein, aktiv zu lenken und zu bremsen. Die Funktion baut auf den weiteren Fahrerassistenzsystemen auf und übernimmt sowohl die Längs- als auch die Querführung innerhalb der eigenen Spur.

Sämtliche Optionen der erweiterten Fahrerassistenzsysteme werden durch Assisted View im OLED-Display in Echtzeit visualisiert. Die Nachvollziehbarkeit der Steuerungsvorschläge durch Driving Assistant  Systeme vereinfacht die Nutzung der neuen Fahrerassistenzsysteme.

Noch einfacheres Parken auch mit Anhänger

Serienmäßig hilft ein neuer Trailer Assistent beim Einparken mit Anhänger und gibt Hinweise für den benötigten Einschlagwinkel des Lenkrads beim Rückwärtsfahren. Neben automatischen Parkfunktionen und 360 Grad Parking View, kann der neue Countryman durch 12 Ultraschallsensoren und vier Surround-View-Kameras mögliche Parkplätze deutlicher identifizieren und auch platzbeschränkte Parkvorgänge selbstständig einleiten. Als Teil des optionalen Parking Assistant Plus kann das Fahrzeug durch die neue Remote Parking Funktion per Smartphone geparkt werden. Sollte der seitliche Raum einmal zu knapp bemessen sein, fährt der Countryman mit dieser Funktion selbstständig aus der Parklücke und erleichtert den Einstieg.

In der Bildschirm-Mitte befindet sich das Startmenü, in dem personalisierte Inhalte horizontal geswiped und somit ausgewählt und gestartet werden können. Im unteren Bildschirmbereich befindet sich die fixierte Statusleiste mit den Menüpunkten „Navigation“, „Medien“, „Telefonie“, „All Apps“ und situationsabhängig „Home“, die direkt angewählt werden können. Ebenfalls durchdacht: Am linken und rechten Bildschirmrand ist dauerhaft die Temperatur für Fahrer und Beifahrer eingeblendet. Die Bedienung der Klimaeinstellungen ist stets auf der obersten Ebene in die Mini Interaction Unit integriert und kann sowohl über Touch als auch über Sprache erfolgen.

Aussagen in diesem Video müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Mehr Spur und Radstand, aber weniger Go-Kart

Die leicht vergrößerte Spurbreite und der gewachsene Radstand bilden die Basis für eine gelungene Fahrdynamik. Man darf auf erste Ausfahrten gespannt sein – der Vorgänger war hier teils übernervös, zudem tendiert BMW dazu, die immer weiter wachsenden Größen (und Gewichte) mit immer mehr Straffheit zu kompensieren…um das hier eigentlich rein physikalisch gar nicht mehr mögliche Gokart-Feeling zu erzeugen. Passend zum individuellen Fahrerlebnis kann der Kunde zwischen einer ausgewogenen und komfortablen oder einer besonders sportlichen Fahrwerkskonfiguration wählen. Optional ist das Adaptive Fahrwerk mit 15 mm Tieferlegung und frequenzselektiven Dämpfern erhältlich. Es verfügt über ein rein mechanisches Fahrwerk, das sich an den Straßenzustand anpasst und einen deutlichen Mehrwert in Hinsicht auf die gleichzeitige Fahrzeugbeherrschung bietet. Zudem können die 19“ und 20“ Räder mit Sportreifen kombiniert werden, um die Quer- und Längsdynamik des Fahrzeuges zu optimieren. Optimierte 17“ Aerodynamikräder erhöhen durch ein besonders windschnittiges Design zusätzlich die elektrische Reichweite des vollelektrischen Countryman. Erfahrungsgemäß raten wir hier eher zu 17 Zoll und Standard…

Mit einer Zahnstangenübersetzung von 55mm Zahnstangenweg pro Lenkradumdrehung soll er ein sehr direktes Lenkradgefühl bieten. Und das Bremsgefühl soll „kurz“ und „verbindlich“ ausfallen.

 

 

„Gamefication“ für ökonomisches Fahren

Der sogenannte „Green Mode“ optimiert die Effizienz des Antriebs, die Stromannahme des Fahrpedals für energiesparendes Fahren und richtet den Elektromotor anhand verschiedener Parameter auf die maximale Reichweite aus. Dazu trägt unter anderem das verbesserte Rekuperationsmanagement des neuen Countryman bei. Visualisierungen des persönlichen Fahrstils machen den Einfluss auf die Reichweite nachvollziehbar. Durch Tipps zum effizienten Fahren und ein Powermeter werden Möglichkeiten für ökonomisches Fahren spielerisch vermittelt. So kann der Fahrer zum Beispiel den Effekt seines Verhaltens durch eine gewonnene „Bonus-Reichweite“ konkret nachvollziehen.

Neu kommen auch markentypischen Klangwelten der digitalen Mini Sounds, wichtiger dürfte aber für viele die Möglichkeit des „Plug & Charge“ Ladens sein – bei dem der Ladepunkt das Auto erkennt – beide connecten sich, es wird geladen und automatisch abgerechnet – Prinzip Tesla.

Auch in der Produktion einen Schritt nach vorn

Nochmal zurück zur Produktion:  Hier verzichtet Mini auf sämtliche Dekorelemente aus Chrom im Exterieur und Interieur und die Herstellung der Leichtmetall-Gussräder erfolgt aus bis zu 70 Prozent Sekundär-Aluminium. In Kombination mit der Verwendung von Grünstrom bei der Produktion können im Vergleich zu herkömmlichen Herstellungsverfahren die CO2-Emissionen reduziert werden. Zudem sind für die Produktion der effizienten und permanent stromerregten Synchronmotoren keine seltenen Erden nötig.

Die Oberflächen der Armaturen, die Türinnenseiten sowie der Fahrzeugboden und die Fußmatten bestehen aus recyceltem Polyester. Diese hochwertige, bunte und komfortable Alternative zu traditionellen Materialien reduziert die CO2-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette erheblich und verbraucht deutlich weniger Wasser in der Herstellung als Baumwolle.

Der neue Countryman kommt übrigens auch noch mit zwei Ottomotoren und einem Diesel. Er startet dann als Countryman C mit Frontantrieb sowie als allradgetriebener Countryman S ALL4
und als leistungsgesteigertes Modell mit Allradantrieb in der Variante Countryman JCW ALL4.

Womit der neue Countryman auch in Sachen Produktion wieder einen großen Schritt tat – wenngleich das „weniger ist mehr“ hier nur teilweise umgesetzt wurde. Trotzdem: Das Auto wird seinen Weg gehen!

Was bedeutet das?

Der neue Mini Countryman machte in Generation drei viele große Schritte. Er blieb charakterstark, wurde umweltfreundlicher aber leider nochmal erheblich größer. Auf dass er den Kunden jetzt groß genug ist.

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