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IAA Mobility 2023: Microlino gibt Strom unterm Astara-Dach und zieht die Blicke

Mit Vertriebspower der Astara-Gruppe soll der Isetta-Wiedergänger aus der Schweiz endlich Grip unter die Hinterräder bekommen. Und dank kontinuierlicher Feinarbeit, etwa bei Geräusch und Antrieb.

Jugend forscht: Der Microlino löste vor allem auch bei jüngeren Leuten Begeisterung aus. Denn zeitgemäß konnektiv und zugänglich per App ist er ja auch. | Foto: VDA
Jugend forscht: Der Microlino löste vor allem auch bei jüngeren Leuten Begeisterung aus. Denn zeitgemäß konnektiv und zugänglich per App ist er ja auch. | Foto: VDA
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Johannes Reichel

Immer wieder ein Eyecatcher: Gegen den wuchtigen E-Großraum-Van Maxus Mifa9, der auch am Stand der Astara Group zu sehen war, machte der Microlino ganz klar den Stich - und die Besucher gaben sich quasi die Klinke der Fronttür in die Hand. Regelrechte Challenges entstanden, wie man sich der elektrifizierten Knutschkugel am besten entwindet, respektive sie elegant entert. Lachende Gesichter allenthalben. Dieses Autochen emotionalisiert stärker als die fettesten Elektro-Boliden. Allerdings schlägt das Herz dann beim Studium des Preisschilds auch höher. 22.000 Euro kann man mit ein bisschen "Chi-Chi" schon investieren. Allerdings muss man auch "Umparken im Kopf". Denn das Motto bei Microlino lautet: "Kleiner ist feiner". Oder: "small is the new large". Erst recht, wenn man in der Stadt einen Parkplatz finden will.

Geräusch und Antrieb werden weiter verbessert

Merlin Ouboter, Mitgründer des visionären und wagemutigen Isetta-Revivals aus der Schweiz, zeigt sich im Gespräch zuversichtlich, dass man mit der Vertriebspower von Astara auch beim Verkauf in den Pilotmärkten Deutschland und Spanien vorankommt. Zudem arbeitet man kontinuierlich an der Produktionsverbesserung und an der Fahrzeutechnik. Vor allem in Sachen Geräusch will man nachlegen, mit einer besseren Dämmung, aber auch mit einem leiseren E-Motor für das 90 km/h schnelle L7e-Gefährt, der demnächst kommt. Außerdem will man nächstes Jahr noch eine Basisversion mit 91 Kilometer statt 230 Kilometer Reichweite ab 17.690 Euro nachlegen.

Prominent: Wall Street Journal und Natalie Portman

Merlins persönliches Highlight auf der IAA: Kein geringeres als das Zeitungs-Schlachtschiff Wall Street Journal machte die Seite 1 mit der IAA-Meldung auf "EVs steal spotlight from german car-makers". Im Bild eine Szene mit quietschrotem Microlino in voller Besetzung. Kein Wunder, dass bei so viel "leicht-automobilem Charme" auch US-Schauspielerin und Mobilitätsbotschafterin Natalie Portman am Stand vorbeischaute. Und ein anhaltendes und ehrliches Lächeln von Natalie Portmann auszulösen, da kann sich das Mikromobil schon was drauf einbilden. Na, das sieht doch im wahrsten Sinne gut aus, für die Familie Ouboter und ihre Vision von nachhaltiger urbaner Mobilität.

Was bedeutet das?

Bleibt an dieser Stelle die obligate Standardfrage: Wann kommt endlich eine staatliche Förderung für LEVs? Dafür, dass sie Ressourcen, Energie und Platz sparen?! Hier wäre eine Incentivierung mal wirklich angebracht, die von Ökonomen zum Hochlauf einer Start-up-Branche durchaus als gerechtfertigt angesehen werden. Stattdessen räumen seit über hundert Jahren etablierte Autokonzerne die Prämie ab, die erstens das nötige Kleingeld in der Vergangenheit verdient haben sollten und deren Produkte, Elektro-Autos aller Arten, längst aus der Launchphase der "early adopter" in die "early majority" überschritten haben. 5.000 Euro Zuschuss für Microlino & Co - und die Rechnung sieht ganz anders aus. Denn richtig sparen wird man mit den Clever&Smart-Mikros dann im Betrieb.

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