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IAA Mobility 2023: Horizon Robotics sieht VW-Kooperation als Meilenstein und will in Europa Fuß fassen

Nach der im Oktober 2022 verkündeten Kooperation mit der VW-Tochter Cariad in China sieht sich der Spezialist für AD-Computinglösungen auf dem besten Weg, den europäischen Markt zu knacken. Ein selbstbewusster Auftritt in München unterstreicht das.

Auch beim autonomen Fahren gibt mittlerweile China (neben den USA) das Tempo vor. Anbieter wie Horizon unterstreichen diesen Anspruch. | Foto: Horizon
Auch beim autonomen Fahren gibt mittlerweile China (neben den USA) das Tempo vor. Anbieter wie Horizon unterstreichen diesen Anspruch. | Foto: Horizon
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Johannes Reichel

Journey, "Reise", heißt passenderweise das automatisierte Fahrsystem, mit dem der erst 2018 gegründete Spezialist für automatisiertes Fahren neben zahlreichen asiatischen Anbietern und Kooperationen jüngst zum ersten Mal einen europäischen Hersteller überzeugt hat: Keinen geringeren als den VW Konzern. Den Deal sieht man bei Horizon am Stand der IAA Mobility ganz klar als Meilenstein - und will darauf basierend schnell in Europa Fuß fassen. Man verweist nicht ohne Stolz auf die Zusammenarbeit mit Zulieferern wie Continental oder Aptiv.

Und legt bei dem Fahrsystem Journey, das mittlerweile in fünfter Generation auf dem Markt ist, besonderen Wert auf hohe Energieeffizienz. Denn diese schlage sich direkt in der besseren Reichweite eines Elektroautos nieder, so eine Vertreterin des Spezialisten am Stand. Was anderes als "elektrisch" findet man hier noch nicht mal mehr der Erwähnung wert. Der Anbieter verweist auf Milliarden von assistiert gefahrenen Kilometern im Echtverkehr in China.

Markterprobte Lösungen im Köcher

Die Computerlösungen für fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme (ADAS) und automatisiertes Fahren (AD) sind mit einem gar nicht mal kleinen Stand auf der Messe präsent und bezeichnen diese als "eine der renommiertesten Automobilveranstaltungen weltweit". Neben der Journey zeigt man auch seine Matrix-Fahrlösungen Zu den neuesten Straßendemos von Horizon gehören etwa markterprobte Lösungen für assistiertes Fahren und Parken sowie Lösungen für automatisiertes Fahren auf Autobahnen und in Städten. Die Chinesen fahren auch mehrere Anwendungsfälle für automatisiertes Fahren auf, die gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern entwickelt wurden.

"Wir freuen uns darauf, zu zeigen, wie Horizons energieeffiziente Computing-Lösungen und benutzerfreundliche Software-Entwicklungswerkzeuge die optimale Computing-Basis für das Zeitalter der intelligenten Mobilität schaffen. Gemeinsam mit unseren Partnern sind wir bestrebt, den Verbrauchern ein sichereres und besseres Fahrerlebnis zu bieten", erklärt Yu Kai, Gründer und CEO von Horizon Robotics.

Neuer Deal mit Stradvision

Selbstredend will der Anbieter auf der IAA seine Geschäftsmöglichkeiten mit internationalen Automobilherstellern, Tier-1s und Industriepartnern erweitern und stellt weitere Allianz vor. Etwa mit STRADVISION, einem Pionier der Automobilindustrie im Bereich der auf Deep Learning basierenden Bildwahrnehmungstechnologie. Ziel dieser Zusammenarbeit sei die nahtlose Integration von STRADVISIONs SVNet mit Horizons Journey-Computing-Lösungen. Man verspricht fortschrittliche Fahrassistenzlösungen führt. JOYNEXT, ein Tier-1-Lieferant und Partner, präsentierte auf dem Stand seine Journey-Domain-Controller der nDrive-Serie, die automatisiertes Fahren von L2 bis L2++ ermöglichen. Diese strategischen Allianzen werden die Entwicklung der Fahrtechnologie vorantreiben, die Fahrsicherheit erhöhen und die Zukunft der Mobilität neu definieren.

Den chinesischen Verkehr durchblickt

Mit seinen energieeffizienten Computerlösungen und seinem nach eigenem Dafürhalten tiefgreifenden Verständnis der komplexen Straßenverhältnisse in China und der Fahrgewohnheiten der Verbraucher sieht sich der Spezialist selbstbewusst als bevorzugter Partner für in- und ausländische Unternehmen auf dem größten Automobilmarkt der Welt profiliert. Mehr als 100 Industriepartner und mehr als 25 Automobilhersteller zählt man Partnerschaften, zusammen erstreckend auch über 150 Fahrzeugmodelle. Die Auslieferungen von Computerlösungen der Journey-Serie haben fast  vier Millionen Einheiten erreicht und man habe chinesische Fahrer und Passagiere auf Milliarden von Kilometern auf der Straße begleitet.

Von der Philosophie her verfolge man den Ansatz, das menschliche Potenzial zu fördern, anstatt die Leistung von Maschinen zu verstärken. Ziel sei es, von den monotonen und potenziell gefährlichen Aspekten des Autofahrens zu befreien.

 

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