IAA Mobility 2021: Segway will mit preiswerten E-Rollern punkten

Leichte Elektromobilität zum erschwinglichen Preis ab 1.800 Euro, das will Segway Ninebot mit seinem E-Roller und E-Mofa darstellen und auf der Messe zeigen.

E-Rollern soll erschwinglicher werden: Segway will mitmischen im E-Roller-Markt und sieht in konnektiven, günstigen und schicken Scootern den idealen Mix. | Foto: Segway
E-Rollern soll erschwinglicher werden: Segway will mitmischen im E-Roller-Markt und sieht in konnektiven, günstigen und schicken Scootern den idealen Mix. | Foto: Segway
Johannes Reichel

Der US-Leichtelektromobililtätsspezialist Segway-Ninebot hat zur IAA drei neue e-Roller und ein e-Mofa für den deutschen und österreichischen Markt angekündigt, die man in München vorstellen will. Neben der Smartphone-Bedienung sollen die neuen Fahrzeuge mit einem niedrigen Einstiegspreis von 1.799 Euro punkten. Die Firma will über Deutschland und Österreich in Europa stärker Fuß zu fassen, da hier der Rollermarkt groß ist und intelligente und umweltfreundliche Mobilitätslösungen sehr gefragt seien, heißt es. Für die Zukunft plant man eine zusätzliche Niederlassung. Ihr Fokus liegt dabei auf e-Rollern und dem e-Mofa, die im vierten Quartal 2021 auf den Markt kommen sollen. Der im e-Mobility-Markt erfahrene Manager Mark Collée übernimmt die Leitung und baut ein Team für den Vertrieb, Verkauf und die After Sales der Elektro-Roller auf.

Bezahlbare e-Roller als Ziel

Die Launch Edition E110SE bietet eine Reichweite von bis zu 97 Kilometern, der regulären E110S schafft einen Aktionsradius von bis zu 75 Kilometern und der üppiger ausgestattete E125S mit Zusatzakku bis zu 140 Kilometer. Alle Modelle sind in zwei Varianten zu 25 und 45 km/h verfügbar. Die unter dem Trittbrett verbauten Akkus sind generell herausnehmbar. Außerdem soll der tiefe Schwerpunkt für mehr Sicherheit und Komfort sorgen.

„Mit dieser Markteinführung gibt es zum ersten Mal e-Roller auf dem Markt, die erschwinglicher sind als mit Benzin betriebene Roller derselben Qualitätsklasse", wirbt Dennis Hardholt, Präsident von Segway-Ninebot EM EA.

Alle drei e-Roller sind über die eigene App steuerbar und mit dem Anti-Diebstahl-System Attitude and Heading Reference System (AHRS) versehen. Letzteres nutzt integriertes 4G und GPS. Zudem erkennt der e-Roller plötzliche Bewegungen und schickt in diesem Fall eine Nachricht auf das Handy. In der App gespeichert werden Routenverlauf vergangener Fahrten, der Akkustand und der aktuelle Standort des e-Rollers. Der E-Roller wird zudem automatisch verriegelt und wieder entriegelt, sobald sich der Fahrer oder die Fahrerin nähert.

Speziell für Europa angepasst

Die e-Roller werden speziell für europäische Verbraucher produziert und verfügen über einen besonders langen Sitz, sodass bequem zwei Erwachsene darauf Platz finden sollen. Die Modelle bieten ein 27 Liter großes Gepäckfach unter dem Sattel, je nach Modell auch mit Platz für zwei Helme. Zudem sind diverse Farben und ein matter Lack erhältlich. Ein LED-Farbbildschirm stellt die wichtigsten Informationen gut ablesba dar, wie die Geschwindigkeit und die Akkukapazität. An der Vorder- und Rückseite sorgt ein LED-Streifen für gute Sichtbarkeit. Die LED-Technik soll zudem wenig Energie verbrauchen.

e-Mofa für 105 Kilometer Reichweite

Über die drei Roller hinaus bringt der Hersteller mit dem B110S auch ein kompaktes e-Mofa, das eine Reichweite von bis zu 105 Kilometern bietet. Das B110S wird ebenfalls als 25er- und 45er-Variante angeboten und in mehreren auffälligen Farbkombinationen.

Segway-Ninebot entwickelt seit 1999 intelligente elektrische Mobilitätslösungen. Das Unternehmen ist in über 100 Ländern tätig und verfügt weltweit über zehn Niederlassungen. Der Hauptsitz in Europa mit 35 Mitarbeitern befindet sich seit Juni 2016 in Amsterdam.

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