IAA Mobility 2021: iONiX stellt DC-Ladesäule für Urban Charging vor

Nicht auf reines Tempo, dafür auf Finanzierbarkeit und Praktikabilität ausgerichtet ist die neue, eichrechtskonforme 50-kW-CCS-Säule, die aus der Kooperation zwischen Bender und Silver Atena entstand.

Macht was her, lädt intelligent: Die neuen DC-Säulen von Ionix feiern auf der IAA Premiere und erlauben optional die Integration von Werbedisplays. | Foto: J. Reichel
Macht was her, lädt intelligent: Die neuen DC-Säulen von Ionix feiern auf der IAA Premiere und erlauben optional die Integration von Werbedisplays. | Foto: J. Reichel
Johannes Reichel

In einer Kooperation haben die Elektrotechnikunternehmen Bender GmbH & Co. KG, Grünberg und der Silver Atena GmbH, München eine Serie von DC-Wallboxen und DC-Ladestationen mit CCS-Anschluss unter der gemeinsamen Produktmarke iONiX vorgestellt. Die beiden Produkte, die Elektroautos mit 25 kW / max. 80 A bzw. 50 kW / max. 160 A laden können, wurden von der Bender Gruppe (Bender GmbH/ebee smart technologies) und Silver Atena gemeinsam entwickelt, sind „Made in Germany“ und sollen ab dem 1. Quartal 2022 auf den Markt kommen. Die relativ milde Ladeleistung begründet man am Stand mit den meisten urbanen Bedarfen, bei denen mit 50 kW etwa bei einem Einkaufsstop in gut 20 Minuten mehr als genug Energie bezogen werden kann. Zudem würden die Akkus der Fahrzeuge geschont und der installative Aufwand sei geringer.

Die Ladestationen von iONiX sind je nach Variante eichrechtskonform und erlauben so den Einsatz im öffentlichen und halb-öffentlichen Raum. Außerdem ist optional ein Bezahlen vor Ort mit Kreditkarte möglich, wirbt der Anbieter weiter. Damit erfüllen die Ladestationen bereits die Forderung der novellierten Ladesäulenverordnung LSV2, die ab dem 01.03.2022 gilt.

Intelligente Verteilung der Energie in Ladeparks

Herzstück der iONiX-Ladestationen ist ein von Bender entwickelter DC-Laderegler auf Basis der bekannten AC-Laderegler CC613. Dieser beherrsche ein dynamisches Lastmanagement, was dafür sorgt, dass beim gleichzeitigen Laden von mehreren Elektroautos die zur Verfügung stehende Energie intelligent und effizient verteilt wird und das Stromnetz nicht zusammenbricht. Dabei ließen sich alle AC- und DC-Ladestationen im Markt mit einem Bender-Laderegler in einem gemeinsamen Versorgungs- und Lastmanagementverbund ohne übergeordnetes System und herstellerübergreifend betrieben werden.

So sollen sich die Ladestationen gut für den Einsatz in Ladeparks, Parkhäusern, Einkaufszentren, Hotels und Flughäfen eignen. Für den Einsatz zu Hause ist auch eine 25-kW-DC-Wallbox verfügbar. Der Vorteil von DC-Ladestationen besteht darin, dass die zur Verfügung gestellte Energie nicht mehr im Auto umgewandelt werden muss, sondern direkt an die Akkus/Batterien abgegeben werden kann, wie der Hersteller skizziert. Dadurch könne in der Regel wesentlich mehr Leistung pro Zeit und mit weniger Verlusten geladen werden, das Aufladen an einer DC-Ladestation gehe schneller und effizienter vonstatten, heißt es weiter.

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