IAA 2021: Smart zeigt neues Kompakt-SUV

Smart nutzt die IAA für einen Neustart: Gemeinsam mit dem neuen Partner Geely soll die Marke endlich langfristig in schwarze Zahlen und große Stückzahlen fahren.

Smart wird auf der IAA das erste Modell, das gemeinsam mit Geely entstand, präsentieren. | Foto: Smart
Smart wird auf der IAA das erste Modell, das gemeinsam mit Geely entstand, präsentieren. | Foto: Smart
Gregor Soller

Nachdem Daimler den aktuellen Smart-Baureihen nur ein mildes Facelift und leider keinen größeren Akku gönnte, blieben auch die Verkäufe hinter den Erwartungen zurück – zumal man sich mit den beiden Mini-Stromern in einer sehr engen und margenarmen Nische bewegt. Jetzt plant man mit Geely einen Neustart und veröffentlichte erste Teaser-Fotos des neuen, rund vier Meter langen Kompakt-Elektro-SUV, das mit zahlreichen Detaillösungen punkten soll.

Unsere Vermutung „just another electric Compact SUV“ wurde auf der Plattform „Linked in“ vom Smart-CEO Deutschland, Wolfgang Ufer gleich dementiert. Nach dem Motto „niedlich war gestern, jetzt wird Smart sexy“ will man mit einem Kompakt-SUV angreifen. Neu gegründet wurde dazu im Dezember 2019 auch die Smart Automobile Co., Ltd. von der Geely Holding und der Mercedes-Benz AG. Die Basis des Neuen kommt von Gely, wo man die SEA-Plattform (Sustainable Experience Architecture) stellen wird. Außerdem kümmern sich die Chinesen um die Produktion in China. Das Design und die Markenwerte stammen weiter von Mercdes-Benz.

Neustart mit starkem Vier-Meter-Elektro-SUV

Intern hört der neue „große“ Smart auf den Code "HX11" und wird rund vier Meter lang werden. Dafür soll es innen trotzdem sehr viel Platz für fünf geben. Auch dem Heckmotor bleibt man treu, allerdings werden dem hier rund 250 PS nachgesagt, es dürfte aber auch noch eine schwächere Version folgen. Groß auch Akku und Reichweite: Hier wurden eine 70-kWh-Batterie für bis zu 500 km kolportiert, DC-Schnellladen im dreistelligen Bereich dürfte ebenfalls möglich sein.

Und auch Smart wird sich stärker dem digitalen Vertrieb widmen und cloudbasierte Over-the-Air-Software-Updates anbieten.

Das Kompakt-SUV wird das aktuelle Programm ergänzen, nicht ablösen. Später sollen dann auch Fortwo und Forfour Nachfolger aus dem Joint Venture erhalten, wobei die aktuellen Modelle schon jetzt im Auftrag „extern“ gefertigt werden: Denn das französische Werk in Hambach, in dem der kompakte Zweisitzer gebaut wird, wurde bereits an das britische Unternehmen Ineos verkauft, das dort den Hardcore-Allradler Grenadier fertigen wird. Der Smart EQ Forfour läuft weiter im slowenischen Renault-Werk in Novo Mesto vom Band. Beide dürften durch chinesische Neuentwicklungen „made in China“ ersetzt werden.

Was bedeutet das?

Mit dem neuen starken Kompakt-SUV startet Smart neu durch. Auf der IAA wird man dann konkret sehen, in welche Richtung die Marke künftig denkt. Die Leistungsdaten sind für die Größe vielversprechend – umso gespannter darf man auf Raumausnutzung und Details sein.

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