IAA 2021: Mercedes-Benz zeigt den EQE

Als sechster Stromer im Mercedes-Benz Pkw-Programm feiert der EQE auf der IAA Premiere - der das Zeug zum künftigen Markenkern haben könnte.

Der EQE wird auf er IAA seine Weltpremiere feiern. | Foto: Mercedes-Benz
Der EQE wird auf er IAA seine Weltpremiere feiern. | Foto: Mercedes-Benz
Gregor Soller

Die E-Klasse gilt immer noch als Markenkern von Mercedes-Benz und erhält jetzt wie der EQS elektrische Unterstützung – in Form des EQE, der wie der EQG zur IAA 2021 Premiere feiern wird. Außerdem sollen auch GLE und GLS rein elektrische Geschwister erhalten. Für den EQE verspricht man beim Daimler einen S-Klasse-Innenraum auf einer Verkehrsfläche, die kleiner ausfallen soll als bei der Verbrenner-E-Klasse. Auch hier liegt er Akku wie beim technisch verwandten EQS flach im Boden. Gebaut wird der EQE neben dem EQS in der "Factory 56" in Sindelfingen.

Zu den Leistungen gibt es bisher nur Spekulationen: Man sagt den Hauptmodellen 400 PS und üppige 750 Nm Drehmoment nach, es dürfte aber auch eine „zahmere“ Einstiegsversion geben und ein noch stärkeres AMG-Modell. Die Reichweite dürfte über 650 Kilometer betragen, auch hier rechnen wir noch mit einer „Basisversion“ mit kleinerem Akku, die es dann bei 500 Kilometern belässt, was real immer noch 400 sein dürften. Zwei Motoren und damit Allradantrieb ist zum Start gesetzt, später dürfte auch eine reine Heckantriebs-Version folgen. Die Kapazität des Lithium-Ionen-Akkus aus eigener Produktion liegt bei der Topversion bei 90 kWh. Darunter könnte es eine Version mit 70 bis 77 kWh geben.

Top-Aerodynamik für hohe Reichweiten, T-Modell wäre wünschenswert

Ein Garant für die hohen Reichweiten soll auch hier eine extrem gute Aerodynamik sein – man kann von Werten um die 0,20 ausgehen. Ein aktives Fahrwerk soll für Komfort sorgen. Serienmäßig lenken die Hinterräder bis zu einem Winkel von 4,5 Grad mit. Nur optional lässt sich ein größerer Winkel von bis zu 10 Grad freischalten: Per Software-Update gegen Aufpreis. Doch schon die 4,5 Grad machen den EQE ehr wendig. Sehr schade und unverständlich: Anders als der EQS wird sich der EQE mit einem kleinen Kofferraumdeckel bescheiden müssen, was dessen Variabilität unnötig einschränkt – da hätte der EQE die große Heckklappe besser brauchen können als der EQS. Aber vielleicht schiebt Mercedes-Benz noch einen EQE als T-Modell nach? Machbar wäre das problemlos!

Analog zum beim EQS kann man auch im EQE gegen Aufpreis den Hyperscreen ordern, der aus drei Displays hinter einem geschwungenen Echtglas-Band besteht. Für Fahrer und Beifahrer werden die Inhalte auf 12,3-Zoll-Screens gezeigt, das Zentraldisplay streckt sich auf 17,7 Zoll. Die Gesamtspannweite des Hyperscreen liegt auch hier bei 141 Zentimetern.

Was bedeutet das?

Mit dem EQE elektrifiziert Mercedes-Benz auch seinen Markenkern – die E-Klasse – und könnte hier sogar (endlich) mal wieder kompaktere Abmessungen anbieten als beim Verbrenner. Was einem das fahren in Städten und das rangieren in die eigene Garage erleichtern könnte. Schade nur, das der EQE wahrscheinlich nur mit einem kleinen Kofferraumdeckelchen kommt. Das stört schon bei Teslas Model 3 massiv. Weshalb wir hier gleich mal ein T-Modell fordern.  

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