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IAA 2019: Grünen-Chef Habeck fordert E-Auto-Quote

Der Politiker warnt vor einer existenziellen Krise für die deutsche Autoindustrie, wenn nicht grundlegend umgesteuert werde und fordert feste E-Auto-Quoten. Am Stand von Hyundai im Rahmen einer IAA-Visite sprach er sich zudem für eine Förderung der Fuel-Cell-Technologie aus.

Nach Alternativen gefragt: Grünen-Chef Robert Habeck informierte sich am Stand von Hyundai über Elektromobilität und die Brennstoffzellentechnologie bei Jürgen Keller, Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland (re.) und Jan Burdinski , Executive Director im Brüsseler Büro von Hyundai Motor. | Foto: Hyundai
Nach Alternativen gefragt: Grünen-Chef Robert Habeck informierte sich am Stand von Hyundai über Elektromobilität und die Brennstoffzellentechnologie bei Jürgen Keller, Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland (re.) und Jan Burdinski , Executive Director im Brüsseler Büro von Hyundai Motor. | Foto: Hyundai
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Johannes Reichel

Grünen-Chef Robert Habeck hat zum Start der IAA in Frankfurt die Forderung nach einer Quote für Elektroautos und nach einem grundlegenden Umsteuern erneuert. „Es braucht die klare gesetzliche Vorgabe, dass ab 2030 nur noch emissionsfreie Autos neu zugelassen werden. Bis dahin müssen jährlich steigende Quoten für emissionsfreie Autos den Weg ebnen“, erklärte Habeck gegenüber der Rheinischen Post. Nötig sei, der Branche Planungs- und Investitionssicherheit zu geben - und einen „kräftigen Anschubser“, wie er formulierte. Aus seiner Sicht treibe die Autoindustrie trotz aller Bekenntnisse die Klimagase weiter in die Höhe, vor allem durch die Produktion von immer mehr SUVs.

Darüber hinaus forderte er eine grundlegende Reform der Kfz-Steuer, ,die streng am CO2-Ausstoß und am Energieverbrauch ausgerichtet werden müsse und kleine, energiearme Autos belohne. Er sieht das nicht nur für den CO2-Ausstoß, sondern für den gesamten Energieverbrauch – also auch bei E-Autos. „Der Autoindustrie droht eine existenzielle Krise“, meinte der Grünen-Politiker gegenüber der Zeitung. Die Branche habe sich zu spät auf den Wandel eingestellt, die Politik der Bundesregierung hat sie über Jahre in einer falschen Sicherheit gewiegt, befand Habeck.

„Wenn jetzt nicht schnell umgesteuert wird, wird der Umbruch brutal werden, Arbeitsplätze werden wegbrechen, ohne dass neue entstehen“, appellierte der Grünen-Chef. Seine Vorstellung: „Weniger Autos, die besser ausgelastet sind, mehr Car-Sharing, enge Verzahnung von Bus, Bahn und Auto“.

Bei einem Besuch auf der Messe informierte sich der Politiker zudem beim koreanischen Hersteller Hyundai über dessen Portfolio an Elektrofahrzeugen und sprach sich darüber hinaus für eine Förderung der Brennstoffzellentechnologie aus, um diese in die Breite zu bringen.

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