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IAA 2019: Garett zeigt elektrischen Turbolader

Der „E-Turbo“ für Pkw soll 2021 in Serie gefertigt werden und Verbrennermotoren helfen, die extrem strengen Euro-7-Normen zu erreichen.

Schlaue und elektrifizierte Turbos sollen Verbrenner fit für Euro 7 machen. | Foto: Garrett
Schlaue und elektrifizierte Turbos sollen Verbrenner fit für Euro 7 machen. | Foto: Garrett
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Gregor Soller

Auch Garrett zeigt auf der IAA seine Konzepte für die Zukunft: Neben dem neuen „E-Turbo“ sind das Turbotechnologien für Benzin-, Diesel-, Elektro- und Hybridfahrzeuge sowie Softwareanwendungen für vernetzte Fahrzeuge. Denn auch der Turbohersteller muss auf die Elektrifizierung reagieren: Rein elektrische Antriebe brauchen keine Turbolader mehr. Olivier Rabiller, Präsident und Chief Executive Officer von Garrett, erklärt dazu:

„Wir entwickeln das Angebot von Garrett im Bereich Elektrifizierung weiter, um die Interessen unseres globalen Kundenstamms zu unterstützen. Daher stellen wir nun unseren E-Turbo der ersten Generation der Öffentlichkeit vor. Er wurde entwickelt, um die Leistung und den Kraftstoffverbrauch von Mild-Hybrid- und Plug-In-Hybrid-Antrieben in Verbindung mit Benzin- und Dieselmotoren deutlich zu verbessern.“

Der E-Turbo von Garrett soll eine überdurchschnittliche Leistung, einen günstigen Kraftstoffverbrauch und geringere Emissionen bieten, da er modernste Elektromotoren und Leistungselektronik in den Turbolader integriert und gleichzeitig Energie für das elektrische System des Fahrzeugs zurückgewinnt. Der E-Turbo nutzt einen kleinen Elektromotor auf der Welle, um den Turbo aufzuspulen und sofort Schub aus dem Leerlauf bereitzustellen. Er beseitigt damit die gefühlte Verzögerung bei der Beschleunigung, erzeugt Strom und lädt die Hybridbatterie auf. E-Turbos in Benzinmotoren können laut Garrett zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen um bis zu 15 Prozent führen.

Dazu kommt neue Steuerungssoftware: In Abstimmung mit der E-Turbo-Hardware soll die neue Turbolader-Boost-Steuerungssoftware von Garrett die Leistung und die Funktion des Turbos verbessern und zur Optimierung des Energiemanagements in Hybridfahrzeugen beitragen. Und das soll im Detail so funktionieren: Verbundene Softwaresteuerungen unterstützen das Potenzial für Leistung und Kraftstoffeffizienz von E-Turbo-Systemen, indem sie Boost-Steuerungsalgorithmen in vorhandene elektronische Steuergeräte (Electronic Control Units, ECUs) integrieren. Die Softwareerweiterungen von Garrett tragen zur Optimierung des Turbo-Boosts, des Drehmoments, der Effizienz und zur Emissionsreduzierung bei. Darüber hinaus nutzt er prognostische und intelligente Diagnosefunktionen zur Überwachung der korrekten Funktion der gesamten Luftschleife im Fahrzeug, da sich OEMs auf alle Aspekte des Antriebsstrangdesigns konzentrieren, um immer strengere Umweltstandards zu erfüllen, einschließlich der bevorstehenden Euro-7-Emissionsziele.

Ebenfalls interessant ist die Fahrzeugsoftware für die integrierte Wartung des Fahrzeugzustands (Integrated Vehicle Health Maintenance, IVHM): Diese Technologie soll Fehler erkennen und im Idealfall Melden, oder falls möglich beheben - noch bevor sie auftreten. Dazu stellt sie laut Garrett intelligente Diagnosen bereit, um eine schnellere und effektivere Wartung zu ermöglichen, und verbessert die Fahrzeug- oder Flottenzuverlässigkeit durch eine prognosebasierte Wartung.

Was bedeutet das?

Auch der Turbo kann Elektrik vertragen und richtig Smart werden. Neben der Hardware erweitert Garrett auch sein Software-Know-How.

 

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