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IAA 2017: Hyundai bringt Kompakt-SUV Kona bald elektrisch

Koreanischer Hersteller spart beim Messeauftritt das Fuel-Cell-Konzept FCEV aus und stellt den Kompakt-SUV Kona in den Mittelpunkt. Der soll dafür bald als Elektro-Version kommen, mit 500 km Reichweite und Lithium-Polymer-Batterie.

Volle Regale: Nicht nur die kultigen Kona-Flaschen fanden auf der IAA reißenden Absatz. Auch die Elektro-Modelle des Herstellers. Der Kona soll dem Ioniq bald nachstromern. | Foto: J. Reichel
Volle Regale: Nicht nur die kultigen Kona-Flaschen fanden auf der IAA reißenden Absatz. Auch die Elektro-Modelle des Herstellers. Der Kona soll dem Ioniq bald nachstromern. | Foto: J. Reichel
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Johannes Reichel

Den "Big Bang" gab es bei Hyundai schon vor der Messe: Mit dem FCEV hatten die Koreaner bereits ihre "Katze aus dem Sack" gelassen - und zugleich den vollmundigen Elektrifizierungsankündigungen von VW und Daimler den Wind aus den Segeln genommen. Und von wegen Studie: Die zweite Generation des diesmal komplett eigenständig gestalteten Brennstoffzellenfahrzeugs soll schon Mitte 2018 auf den Markt kommen und mit deutlich effizienterem Antrieb sowie größeren Carbon-Wasserstofftanks bis zu 800 km Reichweite bieten. Nicht weiter verfolgt wird übrigens das Konzept eines H2-Transporters: Der H350 Fuel Cell von der IAA 2016 bleibt eine Fingerübung - und der Diesel bei den Hyundai-Nutzfahrzeugen einstweilen Trumpf.

Eiliger als die Deutschen haben es die Koreaner auch bei den batterieelektrischen Fahrzeugen. Kaum dass der 4,16 Meter lange und in der Basis erfrischend leichte (1.233 kg) Kompakt-SUV Kona auf der Messe vorgestellt worden war, schoben die Verantwortlichen nach, dass ihm im nächsten Jahr eine vollelektrisch angetriebene Variante folgen soll. Die greift auf einen bis dahin ebenfalls upgedateten Antriebsstrang aus der Elektro-Limousine Ioniq zurück und soll etwas mehr Leistung bieten. Weiterhin in Alleinstellung kommen hier die leichteren, kompakteren und flexibler in die Fahrzeugstruktur integrierbaren Lithium-Polymer-Akkus zum Einsatz, die man gemeinsam mit den Landsleuten von LG Chem entwickelt hat. Im Gespräch ist eine Reichweite von sogar 500 km beim Kona Electric, den üppigeren Platzverhältnissen in dem hochbeinigen Fahrzeug zu verdanken.

Beim Ioniq Electric vermeldet der Hersteller derweil: Ausverkauft! Die Kontigente für Deutschland seien so gut wie vergriffen, die Wartezeit beträgt ein dreiviertel Jahr. Das übertrifft selbst die kühnsten Erwartungen des Herstellers. Die reine Elektroversion teilt sich den Kuchen damit 50:50 mit dem Hybrid. Mal sehen, wie sich der vor der Messe nachgeschobene Plug-In-Hybrid da noch platzieren kann.

Was bedeutet das?

Auch wenn die heimischen Hersteller auf der IAA lauter trommelten und Milliardenprogramme für die Zukunft ankündigten, für den gegenwärtig größeren Paukenschlag hatten die Koreaner gesorgt. Die gehen bald in die zweite Runde Brennstoffzelle und legen beim batterieelektrischen Antrieb mit dem Kona nochmal nach. Außerdem wird clever und lokal kooperiert, etwa mit LG Chem beim Polymer-Akku. Tempo und Konsequenz imponieren.

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