Hyundai stellt Roadmap „Strategy 2025“ vor

Ehrgeizige Pläne: Bis 2025 will Hyundai zu einem der drei größten EV-Hersteller der Welt aufsteigen – neben 560.000 batterieelektrischen Fahrzeugen sollen auch 110.000 Brennstoffzellenmodelle verkauft werden.

Auf der Guangzhou-Motorshow in China kündigte Hyundai seine Pläne bis 2025 an. | Foto: Hyundai
Auf der Guangzhou-Motorshow in China kündigte Hyundai seine Pläne bis 2025 an. | Foto: Hyundai
Gregor Soller

Hyundai hat bis 2025 ehrgeizige Ziele: Ab 2025 will man jährlich 670.000 Elektrofahrzeuge absetzen, davon 560.000 Batterieelektriker und 110.000 Brennstoffzellen-Modelle. Dabei sollen vor allem in den großvolumigen Kernmärkten China, Europa, Südkorea und USA bis 2030 möglichst viele Modelle elektrifiziert werden. Aber auch die Schwellenländer Indien und Brasilien sollen bis 2035 nachgezogen werden.

Einen noch größeren Schritt (und Schnitt) wagt der Hersteller mit der kompletten Neuausrichtung des Geschäftes, bei dem Services wichtiger werden. Das Kerngeschäft soll künftig auf zwei Säulen ruhen: Smart Mobility Device und Smart Mobility Service. Dabei wird der Device-Bereich, der auch die Autos umfasst, erweitert: Dazu zählen künftig auch Personal Air Vehicles (PAV), Robotik und Mobilitätslösungen für die letzte Meile. Die Sparte Smart Mobility Services soll dagegen personalisierte Dienste und Inhalte entwickeln und auf einer eigenen Plattform anbieten. Beide Geschäftseinheiten sollen dann natürlich auch für Gesamtlösungen zusammenarbeiten. Hyundai-CEO Wonhee Lee erklärt dazu:

„Der Schlüssel zu unserer zukünftigen Strategie besteht darin, uns auf die Kunden zu konzentrieren und die begehrtesten Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren.“

Hyundai wolle „intelligente Mobilitätserlebnisse bieten, die den sich wandelnden Anforderungen unserer Kunden gerecht werden.“ Deshalb will Hyundai bis 2025 61,1 Billionen Won (das sind umgerechnet rund 46 Milliarden Euro) in Forschung und Entwicklung investieren. Darunter sollen auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor noch weiterentwickelt und günstiger gemacht werden. Wie auf vielen Märkten bisher schon praktiziert, strebt Hyundai ein ausgewogenes und stetiges Wachstum an, bei dem ein Gleichgewicht zwischen Märkten und Modellen existiert. Die langfristige Nachhaltigkeit habe dabei Vorrang vor kurzfristigen Zielen. Die Investitionen und Elektrifizierung gilt auch für den Edelableger Genesis (in Europa nicht aktiv), der ab 2021 E-Modelle ins Programm nehmen soll, außerdem sind auch für den Performance-Ableger N Elektrofahrzeuge geplant.

Zur Guangzhou-Motorshow in China zeigte Hyundai für China den neuen Lafesta als E-Modell, eine typische Mittelklasse-Limousine. In Europa dürfte die nächste Stromer- Generation dann auf der neuen Elektroplattform Electric-Global Modular Platform (E-GMP) stehen, die 2021 debütieren soll – dann mit 800-Volt-Technologie.

Was bedeutet das?

Hyundai hat einen großen, aber gut durchdachten Plan. Dabei entwickelt man alle Techniken und Märkte dezidiert weiter, um zu den größten E-Anbietern im Markt aufzusteigen. Gleichzeitig lässt man aber auch die Verbrenner im Programm und versucht, auch diese noch effektiver zu machen.

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