Hyundai Staria: Eine Basis, viele Ableger - Diesel, Hybrid und Fuel Cell

Der koreanische Hersteller meldet sich mit dem stromlinienförmigen Van bei den Transportern zurück, nutzt dafür die N3-SUV-Plattform und avisiert neben dem Diesel auch Plug-in-Hybrid sowie Fuel-Cell.

Aus einem Guss: Der H1-Nachfolger fährt eine futuristische Design-Linie und soll auch als Hybrid und Fuel Cell anrollen. | Foto: Screenshot
Aus einem Guss: Der H1-Nachfolger fährt eine futuristische Design-Linie und soll auch als Hybrid und Fuel Cell anrollen. | Foto: Screenshot
Redaktion (allg.)
von Johannes Reichel

Der koreanische Automobilhersteller Hyundai hat bei einer Web-Präsentation die Nachfolgegeneration des H1 namens Staria vorgestellt. Dieser soll ab der zweiten Hälfte des Jahres auf einer komplett neuen Basis, die der Van mit den SUV der Marken Hyundai und Kia teilt, sowohl für den gewerblichen und privaten Personenverkehr wie auch als Nutzfahrzeugvariante auf den Markt kommen. Zum Start liegt der Schwerpunkt des in Korea produzierten Vans auf den beiden gezielt luxuriös ausgestatteten Großraumlimousinen-Versionen mit sieben und neun flexibel verschieb- und drehbaren Sitzen sowie Dreierbank im Heck, die auch eine Liegefläche ermöglicht.

Generell reicht die Spanne von 2 bis 11 Sitzen. Eine reine Kastenversion soll zu einem etwas späteren Zeitpunkt starten. Man wolle mit dem Fahrzeug den Wandel zum "Smart Mobility Provider" unterstreichen und neben aktiven Familien vor allem auch gewerbliche On-Demand-Shuttle-Dienste ansprechen, erklärte der weltweite Hyundai-Marketingleiter und Executive Vice President Thomas Schemera. Er nennt diese Fahrzeugklasse "Purpose Built Vehicles", PBVs, denen man im gesamten Hyundai-Konzern großes Potenzial beimisst.  

Beim Staria steht zu Beginn ein effizienterer, performanterer und kultivierterer 2,2-Liter-Vierzylinder-Diesel-Motor (177 PS, 431 Nm, VGT-Lader) sowie global ein 3,5-Liter-Benziner als Antriebe bereit, gekoppelt an ein Sechsgang-Handschalt- oder ein Acht-Gang-Doppelkupplungs-Getriebe. In den nächsten Jahren soll aber auch eine Fuel-Cell-Variante sowie wie beim SUV Santa Fe ein Plug-in-Hybrid kommen. Der dem Vernehmen nach technologisch im Prinzip marktfertige Brennstoffzellenantrieb übernimmt auch die Rolle des elektrischen Antriebs, eine batterieelektrische Version solll es wohl nicht geben. Man hält sie in diesem Segment nicht für passend. Dank der Adaption der SUV-Basis lässt sich dafür auch eine Allrad-Version realisieren.

Nüchterne Werte: 5.000 Liter Volumen, drei Europaletten

Der im stromlinienförmigen Integraldesign  nach dem Grundsatz "inside out" gestaltete Van soll auf einer Länge von 5,23 Meter, einer Breite und Höhe von 1,99 Meter eine gute Raumausnutzung im Inneren bieten, auch dank eines langen Radstands von 3,27 Meter. Formal fasst der Lade- oder Passagierraum bis zu 5.000 Liter Fracht oder Gepäck und bis zu drei Europaletten. Er soll sich über eine breite Schiebetür und eine weite und tiefer gezogene Hecköffnung leicht beladen lassen. Fahrwerkseitig setzt man auf eine Mehrlenkerhinterachse sowie Einzelradaufhängung nach McPherson-Prinzip vorne, der Komfort soll auf deutlich höherem Niveau als beim Vorgänger liegen. Auch die Bremsen wurden verstärkt. Eine optimierte Aerodynamik der dem Vernehmen nach um 70 Prozent steiferen Karosserie sowie des Unterbodens soll zudem zum besseren Verbrauch beitragen.

Fahrerassistenz aus dem Konzernbaukasten

Zur Grundausstattung in Sachen Fahrerassistenz gehören ein aktiver Bremsassistent sowie ein Tot-Winkel-Assistent, der ebenfalls aktiv eingreifen kann. Neu ist etwa auch ein mittels drahtloser Technologie arbeitender Gurtwarner, der die flexible Platzierung der Sitze erlaubt sowie ein Ausstiegswarner für die Schiebetür, sofern sich ein Fahrzeug von hinten nähert. Die Belegungserkennung warnt, falls sich noch ein Passagier und etwa Haustier im Fahrzeug befindet. Eine Weitwinkelkamera, angebunden an das konnektive und smarte Infotainmentsystems soll, die Überwachung des Fahrgastraums ermöglichen, Lautsprecher und Mikrofone des Multimediageräts, wahlweise ein Bose-Sound-System, werden für die einfachere Kommunikation im Fahrzeug genutzt.

Parametrische Pixel: Staria lehnt an Ioniq an

Als Zentralinstrument dient eine oben auf dem Armaturenbrett aufgesetzte 10,25"-Digitalanzeige, mittig gibt es einen drahtlos koppelbaren Touchscreen sowie zwischen den Sitzen eine Konsole mit Ablagen und USB-Anschlüssen. Ablagen bietet das Fahrzeug ansonsten auch auf dem Armaturenbrett sowie ober- und unterhalb des mittigen Screens. Wahlweise leuchtet der Van mit LED-Technik über das komplett quer über die Fahrzeugfront gezogene Tagfahrleuchtband, zwei tiefer gesetzte Hauptscheinwerfer sowie die vertikal stehenden Heckleuchten, dann im sogenannten Parametric-Pixel-Design der neuen Hyundai-Submarke Ioniq. Charakeristisch ist auch die tief ansetzende Fensterlinie, die für gutes Panorama sorgen soll.

Printer Friendly, PDF & Email