Hyundai Nexo als Polizeiwagen

Die Polizeibehörde Osnabrück setzt neben mehreren Elektrofahrzeugen auch einen brennstoffzellenbetriebenen Hyundai Nexo als Streifenwagen ein.

 

Die Polizei Osnabrück hat jetzt einen Nexo als Streifenwagen eingeflottet. | Foto: Hyundai
Die Polizei Osnabrück hat jetzt einen Nexo als Streifenwagen eingeflottet. | Foto: Hyundai
Gregor Soller

Die Polizei in Osnabrück testet Brennstoffzellentechnik: Der mit Wasserstoff betriebene Hyundai Nexo wird als Dienstwagen für Kontrollfahrten genutzt. Im Zuge der Umrüstung zum Funkstreifenwagen erhielt der Nexo Blaulichter, Martinshorn und Funktechnik samt der typischen Polizei-Folierung. Neben dem Hyundai Nexo gehören laut der Polizeidirektion Osnabrück über 20 Elektrofahrzeuge, zwölf Pedelecs, drei E-Motorräder und ein Elektro-Quad zum Fuhrpark der Behörde. Der Präsident der Polizeidirektion Osnabrück, Michael Maßmann, erklärt:

„Bei den elektrobetriebenen Einsatzfahrzeugen haben wir bereits sehr positive Erfahrungen gemacht. Jetzt gehen wir mit dem Einsatz eines Wasserstofffahrzeuges in der Polizeidirektion nochmal einen völlig neuartigen und innovativen Weg.“

Maßmann geht zudem fest davon aus, dass sich „die Mobilität in der Polizei in den nächsten Jahren grundlegend verändern wird.“ Daran führe kein Weg vorbei, weshalb auch der Fuhrpark in Osnabrück zunehmend grüner werde und laut Maßmann „Innovation, Ökologie und Praktikabilität“ vereine. Auch das Land Niedersachsen steht hinter dem nicht ganz günstigen Brennstoffzellen-Streifenwagen, wie Niedersachsens Minister für Inneres und Sport Boris Pistorius erklärt:

„Die Schadstoffbelastung in deutschen Innenstädten macht deutlich, wie wichtig es auch für die niedersächsische Polizei ist, in alternative Antriebsarten zu investieren.  Neben Elektro- und Hybridfahrzeugen, die schon seit Jahren zunehmend intensiv von der Polizei genutzt werden, steht nun auch die praktische Erprobung von wasserstoffgetriebenen Fahrzeugen im Fokus. Deshalb hat die niedersächsische Polizei ihre Fuhrparkstrategie auf den Einsatz von Wasserstofffahrzeugen erweitert.“

Jürgen Keller, Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland ergänzt:

„Mit der überzeugenden Reichweite von rund 700 Kilometern und durch die Tatsache, dass der Hyundai Nexo innerhalb weniger Minuten aufgetankt werden kann, eignet er sich ideal als Streifenwagen. Ich freue mich, dass wir gerade in der aktuellen Lage, die Beamtinnen und Beamten bei ihrer täglichen Arbeit mit unserem Fahrzeug unterstützen können.“

Was bedeutet das?

Für schnelle Verfolgungsjagden dürfte der Nexo nur bedingt taugen, für die meisten Einsätze im Stadtgebiet dürfte das aber eine untergeordnete Rolle spielen. Besonders interessant werden die praktischen Ergebnisse sein – in der Hoffnung, dass alle Wasserstofftankstellen um Osnabrück herum immer funktionieren und sich nach einigen Einsatzjahren auch irgendeine halbwegs sinnvolle Kostenrechnung aufmachen lässt.  

 

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