Hyundai liftet den Kona Elektro

Vor allem der Innenraum sowie die Sicherheits- und Komfortfunktionen wurden aufgewertet.

Optisch wurde die Faceliftversion geglättet. | Foto: Hyundai Motor
Optisch wurde die Faceliftversion geglättet. | Foto: Hyundai Motor
Gregor Soller

Mit dem Kona Elektro ist Hyundai extrem zufrieden: Seit seiner Markteinführung im Jahr 2018 hat er laut Hersteller auch beim Absatz in Deutschland „alle Erwartungen übertroffen“. Mittlerweile sollen über ein Drittel aller Kona-Kunden die elektrische Variante wählen.Insgesamt wurden in Deutschland seit Markteinführung bereits gut 22.000 Kona Elektro bestellt, davon sind rund 15.000 Bestellungen allein von Januar bis Oktober 2020 eingegangen. In der Zulassungsstatistik belegt der Kona Elektro in den ersten zehn Monaten dieses Jahres bereits den vierten Platz aller Elektrofahrzeuge. Um trotz der hohen Nachfrage kurze Lieferzeiten in Deutschland zu gewährleisten, erfolgt die Produktion des Hyundai Kona Elektro seit März 2020 in der Hyundai Fabrik im tschechischen Nošovice.

Das Design würde geglättet


Nach knapp drei Jahren war es jetzt Zeit für ein Facelift, welches das speziell beim Kona etwas zerklüftete Design dezent glättete: Die die neu gestaltete Frontpartie hat einen geschlossenen Kühlergrill samt integrierter Ladevorrichtung. Dazu kommen neue Leuchten. Vertikale Lufteinlässe vor den Radhausverkleidungen sollen die Aerodynamik optimieren und Turbulenzen im vorderen Radhaus minimieren.

Auch beim Cockpit legte Hyundai nach: Ein 10,25 Zoll großes digitales Cockpit ersetzt die bisherigen Anzeigen, optional kann man das ebenso große Navigationstouchscreen in der Mitte des Armaturenbretts hinzuordern. Mit Apple CarPlay und Android Auto können Kunden viele Anwendungen ihrer iOS- und Android-Smartphones je nach Ausstattung nun auch kabellos auf diesem Display spiegeln. Das Telematiksystem Bluelink wurde ebenfalls erweitert: Dazu gehört beispielsweise die Steuerung von Fahrzeug- und Smartphone-Funktionen per Sprache. Die Bluelink-App auf dem Smartphone zeigt Reichweite, Batteriezustand und die verbleibende Ladezeit. Das Batteriemanagementsystem erlaubt dem Fahrer, die Ladezeit an seine Abfahrzeit anzupassen oder Zeiten auszuwählen, in denen Ladestrom besonders preiswert zur Verfügung steht. Sobald der Hyundai Kona Elektro mit einer Ladesäule verbunden ist, kann der Nutzer den Ladevorgang per Knopfdruck auf seinem Smartphone über die Bluelink-App starten und stoppen sowie den Innenraum in der kalten Zeit elektrisch vorheizen bzw. im Sommer kühlen.

Keine Änderung bei den Antrieben

Bei den Antrieben blieb alles beim Alten und Hyuindai bietet weiter eine 100- und eine 150-kW-Version an. Erstere mit 39,2-kWh-Akku, Letztere mit 64-kWh-Batterie. Zwar wurden die Fahrzeuge noch nicht homologiert, aber man kann davon ausgehen, dass die Reichweiten sich auch wegen der aerodynamischen Optimierungen nochmal minimal erhöhen könnten. Das 39,2-kWh-Modell bietet bis zu 305 Kilometer Reichweite (nach WLTP-Norm) mit einer einzigen Ladung, die 64-kWh-Version sogar bis zu 484 Kilometer (nach WLTP-Norm). Der Kona Elektro erlaubt dreiphasiges Laden über einen 11-kW-Onboard-Charger (39,2-kWh-Version: optional). An einer 100-kW-Gleichstrom-Schnellladesäule dauert das Aufladen der Lithium-Ionen-Polymerbatterie von 10 auf 80 Prozent nur etwa 47 Minuten.

Was bedeutet das?

Da der Kona ohnehin zu den starken Stromern gehört, was Kraft und Reichweite angeht, beschränkte sich Hyundai beim Facelift auf eine Glättung des zerklüfteten Designs, eine Nachschärfung des Infotainments und ein Feilen an der Optik und Haptik innen.

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