Hyundai: Ioniq 5 soll qualitatives Wachstum anstoßen

Ambitionierte Marke will 2021 die Elektrifizierung der Modellpalette forcieren, vor allem mit der Markteinführung des Ioniq 5 auf der E-GMP Plattform. Damit will man aber auch "qualitativ" wachsen.

Obacht Anspruch: Mit dem neuen E-Modell Ioniq 5 und der Submarke bläst Hyundai zum Angriff auf Audi, BMW & Daimler. | Foto: Hyundai
Obacht Anspruch: Mit dem neuen E-Modell Ioniq 5 und der Submarke bläst Hyundai zum Angriff auf Audi, BMW & Daimler. | Foto: Hyundai
Johannes Reichel

Der koreanische Automobilhersteller Hyundai Motor will die Elektrifizierung der Modellpalette weiter verstärken. So soll der Absatz gesteigert und gleichzeitig der Wert der Produkte für die Kunden erhöht werden, heißt es. Eine Schlüsselrolle misst man dabei die Markteinführung des Ioniq 5 bei, mit dem auch die dediziert batterieelektrische E-GMP-Plattform der Hyundai Motor Group debütiert. Die Investitionen der Marke in die Mobilität der Zukunft würden sich bereits heute auszahlen. So verkaufte das Unternehmen 2020 in Europa fast 60.000 batterieelektrische und Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge, entsprechend 13 Prozent der europäischen Verkäufe. Rund ein Viertel der Zulassungen entfielen auf Deutschland. Im laufenden Jahr will man der Volumenhersteller mit dem höchsten Anteil an Verkäufen von emissionsfreien Fahrzeugen in Europa werden. In Deutschland hat der Hersteller mit einem Rekord-Marktanteil von 3,6 Prozent trotz aller Widrigkeiten durch die Corona-Pandemie einen starken Abschluss des Jahres 2020 gefeiert, wie Hyundai-Motor-Deutschland-Geschäftsführer Jürgen Keller bei der Jahrespressekonferenz darlegte.

2020 ein Wendepunkt für die E-Mobilität

Das Jahr 2020 sieht der Hersteller als Wendepunkt im Übergang zur Mobilität der Zukunft. Die Strategie der Marke in Richtung emissionsfreier Mobilität mit einem bereits hohen Anteil von emissionsfreien Fahrzeugen an den Neuwagenverkäufen seien Schlüsselfaktoren zur Erreichung der CO2-Ziele und Vermeidung von Strafzahlungen gewesen. In den nächsten vier Jahren sollen zwölf zusätzliche batterieelektrische Fahrzeugmodelle auf den Markt kommen, bis 2040 will man die globale Fahrzeugpalette vollständig elektrifiziert und einen Anteil von acht bis zehn Prozent am globalen Markt erobert haben. Damit man einer drei größten Hersteller von emissionsfreien Fahrzeugen wird, sollen bis 2025 weltweit 560.000 Elektrofahrzeuge verkauft werden.

Drei Viertel der Modelle irgendwie elektrifiziert

Neben einer der jüngsten Modellpaletten verweist der Hersteller darauf, dass man für mehr drei Viertel seiner verfügbaren Modelle in Europa elektrifizierte Varianten eingeführt habe. Dazu zählt man Benzin- und Diesel-Motoren mit Mild-Hybrid, Voll-Hybrid, Plug-in-Hybrid, Batterie-Elektro- und Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeuge, derzeit 15 elektrifizierte Modelle und Derivate.

Höhere Ansprüche: Qualitatives Wachstum angestrebt

Wichtig ist dem Hersteller aber auch zu betonen, dass man neben quantitativem auch qualitatives Wachstum anstrebt, das vor allem der Ioniq 5 beflügeln soll. Der erhebt Premium-Ansprüche mit 800-Volt-HPC-Ladung, Vehicle-to-Load (V2L)-Technologie und innovativen Design. Darüber hinaus wolle man nachhaltige Mobilitätslösungen anbieten und auch am Aufbau der Ladeinfrastruktur mitwirken, einschließlich Ladestationen und Wasserstofftankstellen. Hier verweist man auf die Unternehmensinitiative Hyundai Hydrogen Mobility, die bereits über 50 Brennstoffzellen-Lkw vom Typ Xcient in die Schweiz geliefert habe. Jeder Lkw könne im Vergleich zu einem Diesel-Lkw potenziell 32 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Das Programm sieht vor, bis 2025 über 1.600 Fuel-Cell-Lkw auszuliefern.

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