Hyundai: Ioniq 5 bietet flexibles Raumkonzept

Erste Einblicke ins Interieur versprechen ein großzügiges Raumgefühl und hohe Flexibilität in dem ersten Fahrzeug der Sub-Marke, das der Hersteller nicht als SUV, sondern als CUV bezeichnet sehen will.

Mittelkonsole mit Grips: Das Modul im Ioniq 5 ist verschiebbar und lässt sich den situativen Bedürfnissen anpassen. | Foto: Hyundai
Mittelkonsole mit Grips: Das Modul im Ioniq 5 ist verschiebbar und lässt sich den situativen Bedürfnissen anpassen. | Foto: Hyundai
Johannes Reichel

Der koreanische Automobilhersteller Hyundai hat für seine neue Marke Ioniq und dessen erstes Modell 5 einen ersten Einblick in das Interieurkonzept gegeben. Das soll auf Basis einer komplett neuen Elektro-Plattform hohe Flexibilität bieten und feiert am 23. Februar 2021 Premiere. Erstmals kommt wie bei der PPE-Plattform des VW-Konzerns auch bei Hyundai 800-Volt-Technologie zum Einsatz. Die dem Vernehmen nach sehr flach bauende Hochvoltbatterie in der "Electric Global Modular Platform" (E-GMP) soll in nur 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent ihrer Kapazität geladen sein, fünf Minuten ermöglichen je nach Ladeleistung eine Reichweite von 100 Kilometern. Außerdem ist es durch die bidirektionale Ladefähigkeit (Vehicle-to-Load, V2L) möglich, auch externe Quellen mit bis zu 230-Volt-Wechselstrom zu versorgen. Doch nicht zuletzt auch mit markantem Design will der Hersteller bei der neuen Marke neue Akzente für den Hyundai-Konzern setzen.

„Der Ioniq 5 ist ein Design-Statement. Das Fahrzeug zeigt, was die Kunden in der neuen Ära der Elektromobilität erwarten können“, verspricht SangYup Lee, Senior Vice President und Head of Hyundai Global Design Center.

Mit dem langen Radstand soll eine neue Gestaltung des Innenraums möglich werden, mit dem Ziel, den Insassen "eine Art Wohnraum abseits von Zuhause“ zu bieten. Im Vergleich zu konventionell angetriebenen SUV oder Crossovermodellen soll die E-Plattform mit dem längeren Radstand und flachen Boden diverse Vorteile realisieren. So werde das Verschieben der Mittelkonsole und damit ein flexibles Ein- und Aussteigen der Passagiere möglich, praktisch etwa in engen Parklücken.

Die Mittelkonsole selbst fungiert als universelle Insel, die mehr Funktionen bietet als ein stationäres Modul. Sie bildet das Herzstück für das neue Raumgefühl, das der Hersteller verspricht. Auf den elektrisch flexibel einstellbaren Vordersitzen könnten sich Fahrer und Beifahrer in einem ergonomisch optimalen Winkel zurücklehnen, so etwa während eines Ladevorgangs. Die Sitzkonstruktion reduziert das Volumen verglichen mit herkömmlichen Sitzen um rund 30 Prozent, was wiederum im Fond großzügiges Platzangebot sicherstellern und individualle Anpassung an den jeweiligen Geschmack und Situation erlauben soll.

Versprechen: Ganzheitlich ökologischer Ansatz

Der emissionsfreie E-Antrieb soll durch die Verwendung nachhaltiger Materialien im Interieur flankiert werden. So wird ein Leder verwendet, das mit Pflanzenölextrakten aus Leinsamen gefärbt und behandelt wurde. Weitere Polsterungen basieren auf nachhaltigen Fasern wie Bio-Zuckerrohr, Wolle und Polygarnen, zudem werden Fasern recycelter PET-Plastikflaschen verwebt. Oberflächen wie das Armaturenbrett, die Schalter, das Lenkrad und die Türverkleidungen sind mit einem Polyurethan-Biolack beschichtet, der aus Raps- und Mais-Öl gewonnen wird, lässt der Hersteller schon mal vorab wissen.

Mit der Weltpremiere startet auch die Reservierung für die auf 3.000 Stück begrenzte Erstedition mit "Project 45 Paket". Frühbucher erhalten zudem zwei Jahre lang grundgebührfreien Zugang zu Europas führendes Schnelllade-Netzwerk Ionity. Und sie bekommen ihr Fahrzeug vor allen anderen, wenn im Sommer des Jahres die Auslieferung startet, wirbt der Anbieter weiter.

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