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Hypermotion 2019: Mobilität intelligent vernetzt

Die Hypermotion hat sich als Treffpunkt für Pioniere in Sachen Mobilität und Logistik der Zukunft etabliert und bot tolle Networking-Möglichkeiten.

Auch 2019 war die Hypermotion wieder eine kleine Schatzkiste zum Netzwerken mit interessanten Vorträgen. | Foto: Messe Frankfurt
Auch 2019 war die Hypermotion wieder eine kleine Schatzkiste zum Netzwerken mit interessanten Vorträgen. | Foto: Messe Frankfurt
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Gregor Soller

Mit IAA und Hypermotion hat Frankfurt zwei große Mobilitätsmessen im Angebot, die sich eigentlich gut ergänzen würden. Vom 26. bis 28. November 2019 trafen sich in der Mainmetropole Experten, Start-ups und Technologieunternehmen, um neue neue Lösungen für Verkehr, Transport, Infrastruktur und Logistik zu präsentieren und zu diskutieren. Zum ersten Mal waren auch der Deutsche Mobilitätskongress sowie die STUVA-Tagung, das Event der Tunnelbaubranche auf dem Frankfurter Messegelände mit dabei. Es vernetzten sich rund 3.000 Teilnehmer mit dem Ziel, die Mobilitätswende voranzutreiben.

Detlef Braun, der Geschäftsführer Messe Frankfurt zieht eine positive Bilanz:

„Die Verkehrswende ist da. Jetzt geht es darum, marktfähige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln – dafür ist die Hypermotion am Mobilitätsstandort Frankfurt in geozentraler Lage die ideale Plattform. Hier haben sich in den letzten drei Tagen zahlreiche Anwender und Anbieter getroffen, alle mit einem Ziel: Neue Geschäftsmodelle zu finden für den Verkehr, Transport, Infrastruktur, Mobilität und Logistik von morgen.“

Das Angebot war wieder bunt und vielfältig – und gut organisiert. In der Messehalle 1.2 konnte man viele innovative Technologien und Services live erleben – und das verkehrsträgerübergreifend. Von Ridesharing über Mobility-on-Demand bis hin zu neuen Fahrzeugkonzepten und alternativen Antriebsformen. Dazu kamen  Lastenräder, Drohnen, Ideen zum Hyperloop. ergänzt wurde die Hypermotion durch digitale Lösungen zu den Themen Supply Chain und letzte Meile. Teilnehmer aus 27 Ländern besuchten die Mobilitätsmesse.

Sie bot auch die Plattform für den Deutschen Mobilitätskongress. Auch hier ging es um die Mobilität in Städten und Ballungsräumen. Die Teilnehmer nutzten die Ausstellung und Vorträge im Rahmen der Hypermotion, um sich mit Logistik- und Mobilitätspionieren auszutauschen. Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung Rhein-Main-Verkehrsverbund:

„Unsere Entscheidung, den Deutschen Mobilitätskongress im Rahmen der Hypermotion stattfinden zu lassen, ist der richtige Weg. Nur wenn wir die Kräfte der Branche auf einer Veranstaltung bündeln, entstehen wertvolle Synergien, von denen alle Anwesenden profitieren. Frankfurt als einer der bundesweit bedeutendsten Verkehrsknoten ist dafür ein hervorragender Standort.“

Der Bund nutzte die Hypermotion als Plattform und schaffte in einem „Green City Markplatz“ zahlreiche Möglichkeiten für den persönlichen Austausch. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist, den öffentlichen Verkehrsraum auf den sich verändernden Mix aus Individual- und öffentlichem Verkehr auszurichten, einschließlich der Logistikverkehre. Außerdem will man umweltfreundlichen Verkehrsmitteln den notwendigen Platz einräumen.Der Stadtplaner und Architekt Jan Gehl aus Kopenhagen betonte bei seinem Vortrag „Cities for People“, dass Städte bei ihrer zukünftigen Stadtentwicklung stärker den Menschen in den Mittelpunkt stellen sollen. Mit der Stadt der Zukunft, was Städte lebenswert macht und welche Rolle hier neue Technologien wie Konnektivität und Digitalisierung spielen, beschäftigte sich das Urban Mobility Lab.

Neu am Start war die STUVA-Tagung und -Expo, das Event der Tunnelbaubranche, das zeitgleich in der Halle 5.1 stattfand und 3.300 Besucher anlockte. Mit der neuen Online-Plattform „Nationales Kompetenznetzwerk für nachhaltige urbane Mobilität“, kurz NaKoMo genannt, die Mitte diesen Jahres an den Start ging, fördert das BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) die wichtige Vernetzung zwischen Städten und Kommunen zum „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“.

Aber auch die Digitalisierung blieb natürlich Thema. Neue Technologien ermöglichen Analysen von Umwelt- und Verkehrsdaten in Echtzeit. Das hilft bei der Erfassung, Überwachung und Optimierung  von Verkehrsströmen. Das wichtigste Thema in diesem Kontext war Sicherheit. Unternehmen wie Siemens Mobility, FLIR, INRIX, PSI Logistics stellten auf der Hypermotion innovative Ideen und Konzepte vor, die zu einem intelligenten und ganzheitlichen Verkehrssystem der Zukunft beitragen.

Der HUSS-Verlag war ebenfalls stark vertreten: Mit Thinks Tanks der VISION mobility und im Rahmen des zweitägigen internationalen Supply-Chain-Gipfels EXCHAiNGE. Hier fanden sieben Sessions und zwei Live-Pitches statt, am Ende zeichnete eine hochkarätige Jury zwei Gewinner aus: Der Supply Chain Management Award ging an Continental, der Smart Solution Award an parcelLab. Zu den Finalisten zählten Lufthansa Technik Logistik Services, Magazino, Metrilus, Nokia, Robert Bosch und shipcloud. Auch das Publikum vor Ort hatte eine Stimme, die am 26. November per Live‑Voting in die Jurysitzung mit einfloss.

Aber auch praktisch konnte man sich betätigen: Auf dem Micro Mobility Parcours konnten E-Scooter, E‑ Roller und Cargo-Bikes ausgiebig getestet werden. Die nächste Hypermotion findet in Frankfurt vom 10. bis 12. November 2020 statt. Und wer vor lauter Infos und Bewegung mal Ruhe haben wollte, fand diese in zahlreichen Lounges und Sitzecken, die zum Reflektieren und Verweilen einluden.

Was bedeutet das?

Die Hypermotion war 2019 besser strukturiert als je zuvor und bot einen extrem breiten Überblick, wie man den Verkehr im urbanen Raum und auf der letzten Meile künftig organisieren kann. Angenehm war nach wie vor die Start-up-Atmosphäre samt hochwertiger Talkrunden auf mehreren Bühnen.

 

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