Hypermotion 2019: Isicargo will Flotten für Cargobikes öffnen

Neuer Anbieter aus Berlin präsentierte in Frankfurt seinen umfassenden Ansatz zur Integration von Cargobikes in Betriebsfuhrparks, Gewerbeflotten und bei Privatnutzern.

Schlüssel für nachhaltige urbane Mobilität: Isicargo präsentierte sein Portfolio und will Fuhrparkmanagern den Einstieg ins Lastenradgeschäft ermöglichen. | Foto: J. Reichel
Schlüssel für nachhaltige urbane Mobilität: Isicargo präsentierte sein Portfolio und will Fuhrparkmanagern den Einstieg ins Lastenradgeschäft ermöglichen. | Foto: J. Reichel
Johannes Reichel

Der neue Berliner Cargobike- und Urban-Mobility-Spezialist isicargo hat in Frankfurt sein Portfolio an Lösungen für lastenradbasierte innerstädtische Transporte präsentiert. Ziel sei es bei dem neuen Angebot, das auch durch einen umfassenden Online-Shop mit großer Produktauswahl und erster Orientierung unterstützt wird, einem breiteren Publikum die Möglichkeiten des Lastenradtransports zu erschließen. Neben dem herstellerneutralen Verkauf von 25 Marken bietet man auch Beratung, Potenzialanalyse und Konzipierung von Lösungen, etwa auch im Sharing-Bereich oder mit speziellen Aufbauten an. Hier peilt der Anbieter vor allem auch auf Firmenflotten und gewerbliche Kunden, bedient aber ebenso private Klientel, die auf der Suche nach einem Autoersatz ist.

"Lieferfahrzeuge sind immer häufiger Stehzeuge. Die Stadt von heute ist ein Auslaufmodell. Was wir brauchen, ist eine nachhaltige Idee für die Mobilität von Morgen", skizziert der Anbieter.

Bei einer Stauzeit von 145 Stunden in Berlin, sei es häufig die schnellere Alternative, Transporte per Cargobike zu bewältigen. Rund die Hälfte der urbanen Transportfahrten unter 10 Kilometer und bis 300 Kilo Frachtgewicht könnten ohne Zeitverlust per E-Cargobike erledigt werden, schätzt man bei Isicargo. Im Lieferverkehr hält man den Ersatz von 20 Prozent aller Transporterfahrten mit Cargobikes für möglich.

Dank elektrischer Unterstützung seien Fahrleistungen von 80 Kilometer täglich kein Problem mehr, mit Aufbauten ließen sich bis zu 1,5 Kubikmeter Volumen und 300 Kilo Nutzlast befördern. Zudem lägen die Kosten des Lastenrads mit etwa 20 ct/km zu mindestens 55 ct/km bei einem Pkw deutlich günstiger und der Gesetzgeber gewähre im Falle von Leasingmodellen bis zu 40 Prozent Steuervorteil des Kaufpreises, neben einer bundesweiten Kaufprämie von bis zu 4.000 Euro.

Große Potenziale von Kommunen bis Kita

Anwendungsfelder für Cargobikes sieht man neben den Lieferservices etwa in der Quartiers- und Immobilien­entwicklung, in mobilen Dienstleistungen und Handwerk, dem Einzelhandel und Nah­versorgung, aber auch in Werks­gelände und inner­betriebliche Verkehre, in der Altenpflege und betreutes Wohnen. Auch öffentliche Einrichtungen und Verwaltung, Bildungs­einrichtungen und Kindertages­stätten, Verkaufs­stände und mobile Werbeflächen und selbstredend Familien und privater Einsatz böten großes Potenzial für den Cargobikeeinsatz.

Printer Friendly, PDF & Email