Hopper: Zwischen Bike und Auto durch die City

Ein Augsburger Start-up entwickelt eine Mobilitätslösung für die Stadt, die Vorzüge von Fahrrad und E-Auto vereinen will. 60 Kilometer Tretunterstützung, Laden am Haushaltsstecker, Solarpanel als Option.

Platz da: Raum für einen Erwachsenen und zwei Kinder sowie 70 Liter Fracht bietet der Hopper eines Augsburger Start-ups. | Foto: Hopper
Platz da: Raum für einen Erwachsenen und zwei Kinder sowie 70 Liter Fracht bietet der Hopper eines Augsburger Start-ups. | Foto: Hopper
Johannes Reichel

Das Augsburger Start-up-Unternehmen hat die Entwicklung einer Mobilitätslösung für die Stadt angekündigt, die die Vorteile eines Fahrrads mit denen eines E-Autos kombinieren soll. Der sogenannte Hopper setzt auf ein dreirädriges, Kabinenroller-artigtes Konzept, das halbgeschlossen ist und vor Wind sowie groben Wettereinflüssen schützen soll. Durch eine Kombination aus Tretantrieb und Elektromotor soll das Gefährt je  nach  Stromquelle zwischen 97 und 100 Prozent der CO2-Emissionen eines Automobils einsparen. Zudem wirbt man mit günstigen Kosten: Der Kilometerpreis soll bei höchstens zehn Prozent eines Kleinwagens liegen.Dank der Überdachung und zweier Fronträder bleiben die Insassen bei jedem Wetter trocken und der Hopper stets in der Spur. Neben dem/der Fahrenden können auf der Rückbank eine weitere Person (oder zwei Kinder) sitzen. Zudem bietet ein Kofferraum Platz für Gepäck, normal sind es 70 Liter, bei verschobener Rückbank sogar 220 Liter.
 
 

Mit seiner Fahrradzulassung darf das Fahrzeug sogar auf Radwegen wie auch auf Straßen gefahren werden. Den Vorteil zu klassischen Lastenfahrrädern sieht man vor allem im Komfort: Der Hopper verfügt über bequeme Sitze,  gesteuert wird mit einem Lenkrad. Der Wendekreis von unter zwei Metern soll ebenfalls dem von schweren Lastenräder überlegen sein. 

Dank Radzulassung kann man Staus leicht umfahren

Der Hopper wird bis zu 25 km/h schnell und soll dank der Fahrradzulassung zügiger vorankommen, wenn Staus umfahren werden können. Zudem sei auch die Parkplatzsuche leicht. Als Reichweite gibt man mindestens 60 Kilometer an, die mittels zweitem Akkusteckplatz erweiterbar sind auf die doppelte Distanz. Eine Ladeinfrastruktur ist nicht nötig, die Batterien werden an der Haushaltssteckdose geladen. Mit der erweiterten Version, die ein Solarpanel auf dem Dach haben wird, soll das Gefährt sogar einen Großteil des Jahres autark funktionieren.
 
Der finale Prototyp ist derzeit in Konstruktion, Vormerkungen nehmen die Augsburger bereits entgehen. Der Preis  werde deutlich unter denen eines günstigsten E-Autos liegen, heißt es. Nach momentanem Stand ist eine öffentliche Förderung des Kaufes möglich. Das Gründerteam besteht aus Ingenieuren mit umfangreichen Erfahrungen in der Automobilbranche, sowie Fachleuten im Bereich Wirtschaft und IT. Ziel des Unternehmens ist es, einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung beizutragen und gleichzeitig möglichst allen Menschen Zugang zu Individualmobilität zu schaffen.

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