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Honda schließt UK-Werk Swindon

Hondas 1985 errichteter Standort in Großbritannien soll 2021 geschlossen werden.

 

In Swindon wird aktuell der Civic für Europa produziert. | Foto: Honda
In Swindon wird aktuell der Civic für Europa produziert. | Foto: Honda
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Gregor Soller

In Reaktion auf die „enormen Herausforderungen durch die Elektrifizierung der Automobilbranche“ wird Honda seine Betriebsstätten restrukturieren und sich auf Aktivitäten an Standorten fokussieren, die hohes Produktionsvolumen versprechen. Das hat vor allem für die europäischen Werke in Großbritannien und in der Türkei negative Auswirkungen.

Die Honda UK Manufacturing Ltd. hat daher heute ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darüber informiert, dass der Konzern beabsichtigt, seine Produktionsstätte in Swindon, England, im Jahr 2021 – und damit am Ende des Produktionszyklus des aktuellen Modells – zu schließen. Am Standort Swindon werden derzeit etwa 150.000 Fahrzeuge pro Jahr hergestellt und ca. 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Restrukturierung wird auch Auswirkungen auf Hondas Automobilproduktionsstätten in der Türkei haben. Die türkische Honda Turkiye A.S. produziert derzeit etwa 38.000 Fahrzeuge pro Jahr. Diese Gesellschaft wird ihre Produktion des aktuellen Civic Sedan Modells zwar ebenfalls im Jahr 2021 einstellen, beabsichtigt ihre Geschäftstätigkeit jedoch fortzuführen. Honda Turkiye A.S. und türkische Interessenvertreter werden in der Zwischenzeit ihren konstruktiven Austausch fortsetzen.

Katsushi Inoue, Chief Officer European Regional Operations bei der Honda Motor Co., Ltd. und Präsident von Honda Motor Europe nimmt hierzu wie folgt Stellung: „Angesichts der beispiellosen Veränderungen, die unserer Branche bevorstehen, ist es notwendig, dass wir unsere Elektrifizierungsstrategie weiter beschleunigen und unser Produktionsnetzwerk entsprechend restrukturieren. Daher mussten wir unsere Mitarbeiter dazu zu Rate ziehen, wie wir unser Produktionsnetzwerk auf diese Herausforderungen einstellen. Die resultierenden Entscheidungen wurden nicht leichtfertig getroffen und wir bedauern, wie verunsichernd die heutige Ankündigung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein mag.“

Hondas europäisches Headquarter wird jedoch auch weiterhin im Vereinigten Königreich verbleiben und den Interessen der europäischen Kunden dienen.

Was bedeutet das?

Einst kam Honda als Retter Rovers nach Großbritannien – und installierte bald darauf eine eigene Fertigung und schuf zusätzliche Arbeitsplätze. Was Mitte der 1980er-Jahre noch vielversprechend war, ist jetzt Makulatur: Dazu tragen auch die politischen Instabilitäten und mittlerweile vergleichsweise geringen Produktionsvolumina in UK und der Türkei bei. Für die europäischen (Flotten-)Kunden ändert sich dadurch nichts.

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