Honda Prologue: Erster Stromer auf Ultium-Plattform

Dieses Modell könnte Honda in Europa auch gut gebrauchen: Ein smartes SUV, das auf der Ultium-Plattform steht, die man sich mit GM teilt

Der Prologue kommt voraussichtlich nur nach Nordamerika und steht auf der "Ultium-Plattform" die man mit GM nutzt. | Foto: Honda
Der Prologue kommt voraussichtlich nur nach Nordamerika und steht auf der "Ultium-Plattform" die man mit GM nutzt. | Foto: Honda
Gregor Soller

Der Prologue wurde im Designstudio in L.A. gestaltet und wird als 2024er-Jahrgang in Nordamerika starten - oberhalb des CR-V. Er dürfte ab 2023 im mexikanischen Ramos Arizpe montiert werden, dazu soll später noch ein Modell der Honda-Edelmarke „Acura“ kommen, die ab 2024 in Spring Hill im US-Bundesstaat Tennessee produziert werden könnte. Für die Produktion zeichnet in dem Fall GM verantwortlich.

Der Prologue streckt sich auf 4,88 Meter Länge bei 1,99 Meter Breite und 1,64 Meter Höhe und bietet sehr üppige 3,09 Meter Radstand – womit er im Revier des BMW iX und Mercedes-Benz EQE SUV wildern soll, allerdings in günstigeren Preisregionen. Auch hier soll es Heck- und Allradantrieb geben.

Der Prologue wird auf 21-Zoll-Rädern stehen und immer ein Panoramadach bieten. Auch Honda ersetzt sein Logo am Heck durch den Schriftzug „Honda“. Innen kommt der Prologue serienmäßig mit 11-Zoll-Fahrerdisplay und einem zentralen 11,3-Zoll-Audio- und Konnektivitätsdisplay. Die dominierenden Farben im Innenraum sollen Anthrazit und Hellgrau werden, um ihm so mehr Weite zu verleihen. Weitere Details zum Prologue will Honda in den kommenden Monaten bekannt gegeben.

Für Asien und Europa dürfte Honda aber verstärkt auf die komplett neue eigene Elektro-Plattform „e:Architecture“ setzen, die allerdings erst in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts kommen soll. Bis die große BEV-Ära bei Honda beginnt, kommen zunächst weitere „Kernmodelle mit Hybridsystemen“, darunter der neue Civic.

Was bedeutet das?

Optisch eher dezent, aber vom Package her nicht uninteressant: Auch wenn der Prologue auf den nordamerikanischen Markt zielt, hätte er sehr gut auch ins europäische Honda-Programm gepasst: Er ist für ein SUV nicht zu groß und bietet eine international-dezente Optik. Und hätte das Portfolio in Europa nach oben gezogen. Schade eigentlich.

 

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