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Honda e:Ny1 nutzt Vitesco EMR3

Auch der größte Verbrennungsmotorenhersteller der Welt vertraut bei den E-Maschinen in Europa bislang auf bewährte Zukaufaggregate.

Neues Modell, bekannter Antrieb: Im Honda e:Ny1 steckte für Europa eine Vitesco-Maschine. | Foto: Honda
Neues Modell, bekannter Antrieb: Im Honda e:Ny1 steckte für Europa eine Vitesco-Maschine. | Foto: Honda
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Gregor Soller

Die E-Maschinen werden gern akustischer „Gleichmacherei“ bezichtigt – nun, unter den verschiedenen Hüllen der Automarken sind sie es im Fall des Vitesco EMR 3 auch. Denn die 76 kg leichte E-Maschine kennt man aus diversen Stellantis-Stromern und für die Regensburger ist es bereits der achte Auftrag. Auch Hyundai nutzt ihn übrigens für seine China-Modelle.

Dass Honda jetzt damit kommt, verwundert insofern etwas, als es mittlerweile nicht mehr der neueste und effizienteste Antrieb im Vitesco-Portfolio ist: Denn bereits 2021 wurde der EMR 4 vorgestellt, den man als permanenterregten oder fremderregten Synchronmotor ordern kann, Letzteres, sofern man sich seltene Erden sparen möchte.

Doch zurück zum EMR3: Der kommt immer als PSM mit Permanentmagnet. Der EMR3 ist als 3-in-1-Einheit konstruiert, in der der Motor selbst, die Leistungselektronik und das Untersetzungsgetriebe integriert sind. Honda hat sich für die „große Version“ mit 150 kW und bis zu 310 Nm entschieden, die „kleinen“ Antriebe bei PSA zum Beispiel leisten 100 kW und 260 Nm.

Thomas Stierle, Vorstandsmitglied und Leiter der Division Electrification Solutions bei Vitesco Technologies, freut sich:

„Es ist eine Ehre für uns, unseren erfolgreichen E-Antrieb an Honda für sein neues e:Ny1 Modell in Europa zu liefern. Wir sehen dieses Geschäft auch als Bestätigung unserer globalen Strategie mit gut etablierten Produktions- und F&E-Standorten in den weltweiten Kernmärkten.“

Für Vitesco ist der Antrieb ein Erfolg: Nach eigenen Angaben sollen bis 2023 über eine dreiviertel Million Einheiten hergestellt worden sein, womit sich der EMR3 als „großer Markterfolg für das Unternehmen“ erwiesen habe.

Was bedeutet das?

Die Elektromobilität bringt die Zulieferer nach vorn: Mercedes-Benz nutzt Valeo-Antriebe, Stellantis und Honda setzen auf Vitesco und Lotus auf ZF. Man darf gespannt sein, wie das Geschäft weiterentwickelt – für Vitesco auf jeden Fall positiv. Erstaunlich ist nur, dass die Autohersteller selbst (noch) so bereitwillig auf die Entwicklung und Produktion der kleinen elektrischen Kraftpakete verzichten…

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