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Holon und RMV wollen Potenziale autonomer Mobilität heben

Die Benteler-Tochter und der Rhein-Main-Verkehrsverbund unterschreiben eine gemeinsame Absichtserklärung und wollen die Potenziale autonomer Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr heben.

Erste Fahrzeuge des Projektes von HOLON und dem RMV sollen 2026 in den Testbetrieb gehen. (Foto: RMV)
Erste Fahrzeuge des Projektes von HOLON und dem RMV sollen 2026 in den Testbetrieb gehen. (Foto: RMV)
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Johannes Reichel
von Franziska Neuner

Holon, ein Tochterunternehmen der Benteler-Gruppe, und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) forcieren autonome Mobilität im öffentlichen Nahverkehr: Beide Unternehmen streben eine Integration autonomer Shuttles im RMV an. Gemeinsames Ziel ist es, die Integration autonomer Fahrzeuge im RMV bis 2030 voranzutreiben. Erste Fahrzeuge sollen ab 2026 im Testbetrieb fahren – vorbehaltlich von Förderung und Vergabe. Vertreter beider Seiten unterzeichneten dazu kürzlich eine gemeinsame Absichtserklärung.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, die Potenziale autonomer Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr voll auszuschöpfen – das liegt sowohl uns als Fahrzeughersteller als auch dem RMV, einem der größten Verkehrsverbünde in Deutschland, am Herzen. Im Ergebnis möchten wir beide eine effiziente, sichere und nachhaltige autonome Verkehrslösung für die Fahrgäste anbieten. Daher werden wir zukünftig Schnittstellen zwischen unseren Organisationen identifizieren und nutzen“, erklärte Holon-CEO Henning von Watzdorf.

Testphasen zu Projekten Autonomer Mobilität seit 2019

„Im RMV testen wir schon seit 2019 in verschiedenen Projekten autonome Mobilität im öffentlichen Nahverkehr. Zusammen mit Holon streben wir den nächsten Meilenstein an: Die Integration autonomer Fahrzeuge im Regelbetrieb. Mit der Ergänzung des Verkehrsmix um autonome Mobilität werden Fahrtenangebote in Zeiten des anhaltenden Fachkräftemangels nicht nur planungssicherer und unabhängiger vom fehlenden Personal, sondern wir können unseren Fahrgästen perspektivisch so auch noch flexiblere und häufigere Fahrten anbieten“, sagt RMV-Geschäftsführer Knut Ringat.

Erfahrungsaustausch im Fokus

Im Vordergrund der künftigen Zusammenarbeit steht der regelmäßige Erfahrungsaustausch zwischen den Unternehmen, um die Herausforderungen der autonomen Fahrzeugnutzung gemeinsam zu meistern. Beide Seiten wollen eine Ergänzung des bestehenden Verkehrsangebots durch die Integration autonomer Fahrzeuge erreichen. Dafür sollen neue Standards und Technologien für die Vernetzung von Fahrzeugen und Infrastrukturen erarbeitet sowie innovative Lösungen für den Zugang und die Zahlung von Mobilitätsdienstleistungen vorangetrieben werden. Um die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Personen zu erfüllen, sind die Fahrzeuge barrierefrei zugänglich geplant.

„Holon möchte Mobilität für alle Menschen zugänglich machen. Der Mover ist daher inklusiv konzipiert: Er hat elektrische Doppelflügel-Türen mit Lichtschranken und eine automatische Rampe, die sich ausfahren lässt. Außerdem kann er sich absenken, um den Einstieg zu erleichtern. Sehbehinderte Menschen erhalten zusätzliche Unterstützung durch Brailleschrift und einen audiovisuellen Guide während der Fahrt“, betont Henning von Watzdorf.

Ab 2026 Integration im Testbetrieb geplant

Für Holon ist die Zusammenarbeit mit dem RMV nicht die erste Kooperation mit einem deutschen ÖPNV-Verbund. Das Unternehmen hatte bekanntgegeben, einen Testbetrieb im Norden Deutschlands aufzunehmen – hier kooperiert man mit der Hamburger Hochbahn. 2026 sollen mehrere Fahrzeuge des Herstellers für eine Integration im Testbetrieb auch in der Mitte Deutschlands zur Verfügung stehen – vorbehaltlich von Förderung und Vergabe. Zu diesem Zweck umfasst die Absichtserklärung ebenfalls die Bereiche Infrastruktur sowie Zulassungs- und Genehmigungsverfahren.

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