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Heidelberg: Neue Ladelösung setzt auf Solar-Boom

Einfacher Anschluss an eine Hausinstallation mit Solaranlage, integrierte Phasenumschaltung und Solarmanagement der Wallbox lädt das Auto ab 1,4 kW. Prognose: PV-Anlagen dominieren bis 2037.

Sonnige Aussichten auch bei Wolken: Die Heidelberger-Solar-Wallbox soll sich speziell für Eigenheimbewohner mit PV-Anlage lohnen. | Foto: Heidelberger
Sonnige Aussichten auch bei Wolken: Die Heidelberger-Solar-Wallbox soll sich speziell für Eigenheimbewohner mit PV-Anlage lohnen. | Foto: Heidelberger
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Johannes Reichel

Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat eine neue Wallbox für den wachsenden Solarmarkt vorgestellt. Mit der Amperfied Wallbox connect.solar sollen Elektroautofahrer eigenen Solarstrom sowohl an sonnigen als auch an bewölkten Tagen zum Laden nutzen können. Der Vorteil des neuen Systems soll sein, dass es sich einfach an eine bereits vorhandene Hausinstallation mit Solaranlage anschließen lässt, ohne weitere Steuerelektronik, so das Versprechen. Eine integrierte Phasenumschaltung mit Solar-Management sorgt laut Hersteller für optimales Laden und passt sich an die verfügbare Leistung der Solaranlage an.

Schon bei einer Solarleistung von 1,4 kW, zum Beispiel bei bewölktem Himmel, könne das Auto geladen werden. Hierfür sorgt eine innovative Elektronik, die je nach verfügbarer Leistung, zwischen einphasigem Laden und dreiphasigem Laden umschaltet.

„Unsere neue Wallbox ist für Eigenheimbesitzer geeignet, die schon über eine Photovoltaik-Anlage verfügen und nur eine passende Wallbox für optimiertes Laden des Elektroautos benötigen“, wirbt Ludwin Monz, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg.

Die neue Wallbox lasse sich über ein Leistungsmessgerät mit dem Hausnetz verbinden. Damit will man dem wachsenden Trend von Photovoltaik-Installation in Verbindung mit Elektroautos Rechnung tragen. Die Verzahnung von privater Ladeinfrastruktur und Stromerzeugung wird von der Bundesregierung mit der Förderung von Ladestationen, Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) und Energiespeichern im Paket vorgetrieben.

Anbindung an Heimspeicher

Das System sei mit Anbindung an einen Energiespeicher, der von einem Heim-Energie-Management-System (HEMS) gesteuert wird, optimal geeignet für eine effiziente, zeitversetzte Nutzung des selbstproduzierten Stroms. Damit wäre sie im Rahmen des KfW-Förderprogramms „Solarstrom für Elektroautos (442)“ förderfähig. Ab Oktober 2023 wird die Wallbox das Amperfied Portfolio an hochwertigen Ladelösungen ergänzen, die in Deutschland entwickelt und hergestellt werden.

„Die Wallbox connect.solar adressiert den Wachstumsmarkt der Photovoltaik. Die Integration von Elektromobilität und Photovoltaik zu einem Gesamtsystem ist ein wesentlicher Schritt hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung“, wirbt Davide Ghione, CEO der Amperfied GmbH.

Photovoltaik als dominierender Energieträger

Photovoltaik-Strom, bei dessen Erzeugung keine klimaschädlichen CO2-Emissionen entstehen, kommt eine Schlüsselrolle bei der Energiewende in Deutschland zu. Vor dem Hintergrund des Ziels der Treibhausgasneutralität im Jahr 2045, soll der Stromsektor bereits bis 2035 weitgehend ohne Treibhausgasemissionen auskommen, wie die Bundesregierung in ihrer Photovoltaik-Strategie schreibt. Laut Verbänden und der Bundesnetzagentur soll sich die installierte PV-Leistung von Ende 2022 mit rund 70 Gigawatt-Peak (GWp, Leistung einer Anlage unter idealen Bedingungen) auf bis zu 345 GW im Jahr 2037 verfünffachen. Die Photovoltaik wäre dann mit einem Anteil von rund 55 Prozent an der installierten Leistung der dominierende Energieträger in Deutschland.

Hohes Verbraucherinteresse

Das Wachstum an Photovoltaik spiegelt sich laut Anbieter bereits im Verbraucherinteresse wider. Rund 2/3 der Immobilieneigentümer mit geeignetem Hausdach können sich laut Umfragen die Anschaffung einer Solaranlage vorstellen. Schon heute werden neue Solarstromanlagen auf Eigenheimen fast bis zur Hälfte mit einer Wallbox kombiniert.

„Die Integration einer Wallbox in ein Gesamtsystem aus PV-Anlage und Energiemanagementsystem ist einer der am häufigsten geäußerten Wünsche aus dem Privatkundenmarkt“, erklärt Ulrich Grimm, technischer Geschäftsführer der Amperfied GmbH.

Die Phasenumschaltung ist – anders als bei vielen anderen PV-Wallboxen – bereits in der Wallbox connect.solar integriert. Über die App myAmperfied kann die Wallbox einfach und komfortabel per Smartphone gesteuert werden, verspricht der Anbieter. Ein Webinterface bietet weitere Konfigurations-, Steuerungs- und Überwachungsfunktionen. Optional sind alle Wallboxen in einer Variante mit integriertem Fehlerstromschutzschalter RCD (FI) Typ A erhältlich.

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