has·to·be: Über 200.000 Ladepunkte im europäischen Roaming-Netz

Ladenetzspezialist vermeldet Meilenstein und bietet B2B-Kunden Zugang zu 90 Prozent der 225.000 europaweiten Ladepunkte im Euro-Roaming. Ausbau in Osteuropa als Herausforderung.

Die 100 im Blick: Bis auf zehn Prozent haben die Salzburger das Ladenetz quer durch Europa bereits geschlossen. Der Rest soll bald folgen. | Foto: has·to·be
Die 100 im Blick: Bis auf zehn Prozent haben die Salzburger das Ladenetz quer durch Europa bereits geschlossen. Der Rest soll bald folgen. | Foto: has·to·be
Johannes Reichel

Der österreichische Ladenetz- und -infrastrukturspezialist has·to·be hat einen wichtigen Meilenstein zum Ende des Jahres 2020 erreicht und bietet seinen B2B-Kunden nunmehr Zugang zu 200.000 Ladepunkten in Europa. Insgesamt entspreche das 90 Prozent der 225.000 Ladeslots, wirbt der Anbieter. "Im Jahr 2030 soll jedes zweite Auto ein E-Auto sein, das sehen die Klimaziele und CO2-Flottengrenzwerte der EU implizit vor, die entsprechende Ladeinfrastruktur muss zwingend mitwachsen", skizzieren die Software-Spezialisten den Hintergrund. Und kritisieren, dass sich aktuell die europäische Ladeinfrastruktur auf vier Länder konzentriere: Niederlande, Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

"Die angebotene Ladeinfrastruktur in Skandinavien, Dänemark und der Schweiz ist auf einem guten Weg. Schwierig wird es mit Blick auf die süd- und osteuropäischen Länder, da stehen wir aktuell am Anfang des Ladeinfrastrukturaufbaus", analysiert Martin Klässner, CEO der has·to·be gmbh.

Man arbeite aber daran, auch in diesen Teilen Europas langstreckentaugliche E-Mobilität für alle weiterzuentwickeln. Klässner erwartet allerdings noch "einige Jahre intensive Aufbauarbeit", bevor man vor allem im osteuropäischen Raum das Ladenetzwerk flächendeckend ausbauen und anbieten könne. Er sieht in der Interoperabilität einen der Schlüsselfaktoren für Kundenakzeptanz. Wobei für Klässler die Themen Interoperabilität, einfaches Laden und positive Kundenerfahrungen eng verknüpft sind.

"E-Mobilitätsanbieter sollen gewährleisten können, das E-Autofahrer im jeweiligen Ausland bequem Laden können, ohne gleich Verträge mit den lokalen Anbietern abschließen zu müssen. Ganz so, wie man es vom Mobiltelefonieren im Ausland kennt", fordert Klässner.

Er verweist auf das eigene System namens eMSP.Operation, das die 200.000 Ladepunkte mit nur einer Ladekarte zugänglich mache, ohne individuelle Roaming-Verträge oder Abrechnungen mit einzelnen Ladestationsbetreibern. Geschäftskunden profitierten zudem von transparenten Sammelrechnungen, günstigen Tarifen und standardisierten Prozessen unter Einhaltung der finanziellen, rechtlichen und gesetzlichen Vorschriften, wirbt der CEO weiter.

Ich hoffe, dass wir schon in naher Zukunft den nächsten Meilenstein bekannt geben. Das wäre dann der Zugang zu 100 Prozent der öffentlichen Ladeinfrastruktur in Europa, innerhalb unseres Roaming-Netzwerks“, kündigt Klässner an.

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