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Hamburger Hochbahn startet autonomen Shuttle

Das Fahrzeug soll im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojektes HEAT (Hamburg Electric Autonomous Transportation) die Integration hochautomatisierter Shuttles in den Straßenverkehr fördern.

UIm Rahmen des Forschungsprojektes "HEAT" testet Hamburg ein autonomes Shuttle. | Foto: Hochbahn Hamburg
UIm Rahmen des Forschungsprojektes "HEAT" testet Hamburg ein autonomes Shuttle. | Foto: Hochbahn Hamburg
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Gregor Soller

Die Hamburger Hochbahn startet durch: Ein fünf Meter langer, knapp drei Tonnen schwerer elektrischer E-Shuttlebus für bis zu zehn Fahrgäste soll ab 2020 durch die Hamburger HafenCity rollen. Anfangs soll noch ein Fahrzeugbegleiter mitfahren, dann soll das Shuttle autonom fahren. Dazu kommuniziert das Fahrzeug mit auf der Strecke installierter Sensorik und der zentralen Hochbahn-Leitstelle. Der Start des Probebetriebes ist für August geplant. Das vom deutschen Entwicklungsdienstleister IAV entwickelte Shuttle ist aktuell für zehn Fahrgäste zugelassen, bietet zwei Sitzbänke mit je vier Plätzen und eine klappbare Sitzbank mit zwei Plätzen. Zusätzlich hat das Shuttle eine Rampe für den barrierefreien Zugang. Die Akkus werden bei Vattenfall in Hamburgs HafenCity aufgeladen. Die dortige Teststrecke wird insgesamt 1,8 Kilometer lang sein.

Mit dem Projekt „HEAT“ soll erforscht werden, wie autonom fahrende Einheiten in den Straßenverkehr und den ÖPNV einer Metropole integriert werden können. Das Hochbahn-Shuttle wird dazu unter realen Bedingungen im öffentlichen Straßenraum getestet und soll mit bis zu 50 km/h autonom fahren können. Dafür ist neben der Ausstattung des Fahrzeugs mit Kameras, Radar und Lidar auch eine Ausrüstung der Strecke mit zusätzlicher, intelligenter Infrastruktur, unter anderem mit Sensorikelementen und digitalen Kommunikationssystemen, nötig.

Das HEAT-Projekt selbst findet in mehreren Phasen statt: Phase eins startet mit einer festgelegten Strecke ohne Fahrgäste und mit professionellem Fahrzeugbegleiter, der bei Bedarf eingreifen kann. In Phase zwei sollen ab Mitte 2020 Fahrgäste mitgenommen werden – weiterhin mit Fahrzeugbegleiter. Phase drei soll dann bis Ende 2021 in Kraft treten, dann soll der Shuttle autonom ohne Fahrzeugbegleiter gemäß SAE Level vier fahren. Laut den Initiatoren sollen vor allem Fragen nach der verkehrs- und informationstechnischen Infrastruktur, der digitalen Leittechnik und den technischen Schnittstellen im Fokus des Projektes stehen.

Was bedeutet das?

Die Hamburger Hochbahn bleibt innovativ. Und testet die Integration autonomer Shuttles in den „Fahrplan“ und in den Verkehr. Auf die Ergebnisse darf man gespannt sein und vor allem auf die Wirtschaftlichkeit! Denn das Fahrzeug ist teuer und vergleichsweise schwer – da wären Gondeln, die über die Hafencity und den Hafen schweben, bei Weitem attraktiver. Oder ein autonomer Schienenbus auf einer dezent abgesperrten Route – der wäre einfacher zu steuern.

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