Gumpert will Methanol-Brennstoffzelle weiterentwickeln

In Leipzig demonstrierte Gumpert Automobile die Technik, die er über diverse Fahrzeuge ausrollen möchte – vom Kleinwagen bis zum 40-Tonnen-Sattelzug.

In Leipzig demonstrierte Gumpert die Vorteile der Methanol-Brennstoffzelle. | Foto: Gumpert
In Leipzig demonstrierte Gumpert die Vorteile der Methanol-Brennstoffzelle. | Foto: Gumpert
Gregor Soller

Roland Gumpert, CEO Gumpert AIWAYS Automobile GmbH, war zu Gast bei dem Bürgermeister für Wirtschaft, Arbeit und Digitales der Stadt Leipzig und warb neben dem bereits vorgestellten Supersportwagen „Nathalie“ mit einem eigens umgebauten Smart um Unterstützung der Methanol-Brennstoffzellen-Technologie. Dieses kleine Auto demonstrierte, wie schnell es gehen kann, ein Auto zu bauen, das ohne aufwendige Ladeinfrastruktur elektrisch fahren kann. Ein Fahrzeug, das an jeder Tankstelle mit dem Wasserstofflieferanten Methanol wie gewohnt nachgetankt werden kann. Doch dieser Sonderweg braucht Unterstützung, für die Gumpert in Leipzig warb. Er erklärte dazu:

„Wir wollen diese sichere deutsche Wasserstofftechnologie in die Breite bringen. Vom Kleinwagen bis zum 40-Tonnen LKW.“
 

Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht zeigte sich angetan von der Präsentation:

„In Leipzig setzen wir auf grüne Technologien. Wasserstoff-Energiekonzepte können einen wesentlichen Baustein darstellen. Die von dem innovativen Startup Gumpert Aiways entwickelte Technologie der Methanol-Brennstoffzelle ist ein vielversprechendes Zukunftskonzept. Die Verknüpfung von Klimaschutz und Mobilität passt hervorragend zu unserem Wirtschaftsstandort. Die weltoffene Stadt Leipzig lädt Roland Gumpert, den CEO von Gumpert AIWAYS Automobile GmbH ein, sich in die weitere erfolgreiche Entwicklung unserer Stadt einzubringen. Wir sind gerne bereit, diese junge Firma hierbei zu unterstützen.“

Die Stadt Leipzig steht einer Ansiedlung Gumperts in der Sachsen-Metropole jedenfalls aufgeschlossen gegenüber. Weitere Gespräche sollen folgen.
 

Die Corona Krise sorgt weltweit für Veränderungen und so deutet sich auch beim bisherigen Deutsch-Chinesischen Unternehmen Gumpert Aiways ein Wechsel an. Roland Gumpert machte deutlich:

„Es ist an der Politik, die Technologie in Deutschland zu halten und für uns Unternehmer, Erfinder und Ingenieure attraktive Bedingungen zu schaffen, wenn Spitzentechnologie Made in Germany weiter die Welt anführen soll. Wir wollen gern in Leipzig, Ingolstadt, Sachsen und Bayern produzieren und entwickeln. Wir erwarten einfach, dass den politischen Wasserstoff-Versprechungen auch Taten folgen. Das fertige Auto dafür haben wir schon in klein und groß, fehlt nur noch Bus und LKW und etwas Engagement."

Was bedeutet das?

Die Methanol-Brennstoffzelle ist eine interessante Alternative, zumal sie sich sehr schnell umsetzen und skalieren lässt. Ihr Hauptvorteil ist die einfache Erstellung eines Tankstellennetzes, denn Methanol kann wie Sprit in Standard-Tanks gefüllt und einfach per Zapfsäule abgegeben werden.

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