Gruber Logistics: Umgerüsteter Framo-E-Lkw im Test

Gemeinsam mit Framo testet Gruber Logistics derzeit einen umgerüsteten 40 Tonnen-Zug im nordrhein-westfälischen Kreuztal.

Gruber Logistics und Framo testen bis September einen E-Lkw am Standort Kreuztal. Foto: Gruber Logistics
Gruber Logistics und Framo testen bis September einen E-Lkw am Standort Kreuztal. Foto: Gruber Logistics
Redaktion (allg.)
von Daniela Kohnen

Der auf E-Antrieb umgerüstete Lkw wird von den beiden Unternehmen für Logistikaktivitäten am Standort Kreuztal von Juni bis September getestet. Der Probebetrieb solle dazu beitragen, Elektromobilität auch im Schwerlastverkehr marktfähig zu machen, so der Logistikdienstleister. Zur Halbzeit würden bereits erste Ergebnisse vorliegen, die vielversprechend seien. Stefan Knapp, Head of Fleetmanagement Gruber Logistics:

 „Die Technologie erlaubt es uns allerdings noch nicht, über die Umrüstung von Dieselfahrzeugen auf Elektrofahrzeuge im großen Stil nachzudenken, da die Leistung aus betrieblicher Sicht noch nicht vergleichbar ist. Das E-Fahrzeug hat eine Reichweite von 122 Stundenkilometer und die Ladezeiten sind, selbst unter Berücksichtigung von Schnellladelösungen, noch lang. In puncto Geschwindigkeit ist der E-Lkw aber bereits jetzt konkurrenzfähig. Voll beladen erreicht er 85 Stundenkilometer.“

Für den Test hat Framo einen 40-Tonnen-Diesel-Lkw in einen E-Lkw umgebaut und Gruber Logistics zur Verfügung gestellt. Dazu wurde das Fahrzeug modifiziert, der herkömmliche Motor ausgetauscht und Batterien eingesetzt. Retrofit ist wirtschaftlicher und zugleich nachhaltiger im Vergleich zum Neubau eines Elektrofahrzeugs, bei dem ebenfalls CO2 und weitere Schadstoffe freigesetzt werden.

Der E-Lkw wird während des Tests im Nahverkehr eingesetzt und transportiert Waren von einem Gruber Logistics Lager zu einem nahe gelegenen Produktionszentrum eines Kunden. Nach den ersten Wochen Testverkehr wurde der Energieverbrauch mit rund 400 Kilowatt/Stunden berechnet. Der Lkw fährt komplett CO2-neutral und emissionsfrei. Werden die Batterien mit grünem Strom geladen, senkt sich der Ausstoß umweltschädlicher Treibhausgase damit auf Null. Die Fahrer sind laut dem Logistiker mit dem Umbau zufrieden und schätzen insbesondere das geräuscharme und vibrationsfreie Fahren. Michael Gruber, Leiter der Business Unit Schwertransporte Gruber Logistics:

„Der Ansatz unseres Unternehmens ist es, einen größtmöglichen Beitrag dazu zu leisten, dass neue Technologien auf den Markt kommen. Unser gesamtes Team hat dieses gemeinsame Ziel vor Augen und es ist großartig zu sehen, wie unser Fahr- und Betriebspersonal sowie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Bereiche proaktiv für Veränderungen zusammenarbeiten.

Was bedeutet das?

Mutig und konsequent von Gruber: Als umgerüstete E-Lkw stünden Dieseln mit den herkömmlichen kritischen Laufleistungen zwischen 700.000 und zwei Millionen Kilometern noch emissionsarme zweite Leben bevor und man würde in der Produktion extrem viel CO2 sparen. Schön, dass auch immer mehr Speditionen und Logistiker sich aktiv an das Thema heranwagen. 

Printer Friendly, PDF & Email