Großauftrag: 25 Solaris-Wasserstoffbusse für Posen

Tempo beim Ausbau einer emissionsfreien Flotte in der fünftgrößten Stadt Polens – das städtische Verkehrsunternehmen MPK Poznan setzt bereits 58 Solaris Elektrobusse ein, die knapp 20 % des Fuhrparks ausmachen. Die bestellten H2-Solos sollen in der zweiten Hälfte kommenden Jahres geliefert werden.

v.l.: Marek Grzybowski, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender für Technische Angelegenheiten, MPK Poznań, Krzysztof Dostatni, Vorstandsvorsitzender von MPK Poznań, Jacek Jaskowiak, Posener Bürgermeister und Javier Calleja, Vorstandsvorsitzender von Solaris Bus & Coach. (Foto: Solaris)
v.l.: Marek Grzybowski, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender für Technische Angelegenheiten, MPK Poznań, Krzysztof Dostatni, Vorstandsvorsitzender von MPK Poznań, Jacek Jaskowiak, Posener Bürgermeister und Javier Calleja, Vorstandsvorsitzender von Solaris Bus & Coach. (Foto: Solaris)
Redaktion (allg.)
von Martina Weyh

Für den polnischen Bushersteller Solaris ist die Order des Posener Verkehrsunternehmens MPK Poznan über 25 H2-Solos nach eigenen Angaben der bisher größte Auftrag in der Unternehmensgeschichte. Die Wasserstoffbusse des Modells Solaris Urbino 12 hydrogen sollen in der zweiten Hälfte 2023 geliefert werden.

Der Umbau der Posener Busflotte nimmt damit weiter Fahrt auf – bis dato sind 58 Solaris-Stromer in der fünftgrößten Stadt Polens im Einsatz – ein Anteil von knapp 18 % an der Gesamtflotte.   

Die Anschaffung der 25 Solaris Urbino 12 hydrogen wird über das Programm „Grüner ÖPNV“ des Landesfonds für Umweltschutz und Wasserwirtschaft (NFOSiGW) kofinanziert.

„Diese Anschaffung bringt uns … der Erfüllung der vorgeschriebenen Standards im Bereich der E-Mobilität näher. 2028 sollen 30 % unserer Busflotte emissionsfrei sein. Derzeit sind es 18% und nach der Auslieferung der Wasserstoff-Fahrzeuge werden es ca. 25% sein“, so Krzysztof Dostatni, Vorstandsvorsitzender von MPK Poznan.

Details

In den 12-m-Wasserstoffsolos werden nach Solaris-Angaben „ultramoderne“ Brennstoffzellenmodule mit einer Leistung von 70 kW verbaut, die den Wasserstoff aus fünf Tanks mit einem Gesamtvolumen von 1.560 l beziehen. Zudem werden die H2-Busse auch über eine relativ kleine Solaris High Power-Traktionsbatterie verfügen, die die Brennstoffzelle bei Strombedarfsspitzen unterstützen soll. Als Antrieb wird ein elektrischer Zentralmotor dienen.

Die Reichweite mit einer Tankfüllung gibt Solaris mit mindestens 350 km an – der Tankvorgang an der Wasserstofftankstelle in der Posener Warszawska-Straße soll ca. zehn Minuten dauern.

Die 25 Solaris Urbino 12 hydrogen kommen wie die anderen Busse in der Posener Flotte in einer grüngelben Lackierung daher. Der Ausstattungskomfort in den H2-Solos mit 31 Sitzplätzen, von denen über zehn stufenlos erreichbar sind, wird großgeschrieben – eine effiziente Klimaanlage und ein umfassendes Fahrgastinformationssystem sind mit an Bord. Für mehr Sicherheit werden die Wasserstoffbusse videoüberwacht. USB-Ladebuchsen komplettieren die Einrichtung. Auch eine großzügige Fläche für Rollstuhlfahrgäste und Passagiere mit Kinderwagen sind vorgesehen.

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