Greenpeace: VW schönt Klimabilanz mit Eigenzulassungen von E-Autos

Laut Greenpeace sollen ein Fünftel der Elektro- und Plug-in-Hybride auf Hersteller oder Händler zugelassen sein. Dieser verweist auf Modelleinführungen und die Elektrifizierung der Dienstwagenflotte.

Kein Strohfeuer: VW verwahrt sich gegen Vorwürfe von Greenpeace, die Klimabilanz sei durch Eigenzulassungen geschönt. Bild: Parallelproduktion in Dresden von VW ID.3 und e-Golf, dessen Fertigung im Dezember auslief, der sich 2020 noch gut verkaufte. | Foto: VW
Kein Strohfeuer: VW verwahrt sich gegen Vorwürfe von Greenpeace, die Klimabilanz sei durch Eigenzulassungen geschönt. Bild: Parallelproduktion in Dresden von VW ID.3 und e-Golf, dessen Fertigung im Dezember auslief, der sich 2020 noch gut verkaufte. | Foto: VW
Johannes Reichel

Die NGO Greenpeace hat Vorwürfe gegen den Automobilhersteller Volkswagen erhoben, die CO2-Bilanz mit Eigenzulassungen von E-Autos geschönt zu haben. Laut Berechnungen der Umweltorganisation sollen 20,5 Prozent aller Elektro-Fahrzeuge sowie 21,7 Prozent der Plug-in-Hybrid-Modelle in Europa auf den Hersteller selbst oder auf angeschlossene Händler zugelassen sein, in Summe 65.000 Fahrzeuge. Jüngst hatte der Wolfsburger Konzern verkündet, man liege auf Kurs bei den Flottengrenzwerten und verfehle diese lediglich um ein halbes Gramm CO2 pro Kilometer. Gemäß Greenpeace-Berechnungen würde sich die sonst fällige Strafe mit Hilfe der Eigenzulassungen um 140 Millionen Euro reduzieren. "Statt mit Eigenzulassungen seine Klimabilanz zu frisieren, sollte VW zügig aus dem Geschäft mit Dieseln und Benzinern aussteigen", erklärte Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan laut Spiegel Online.

Der Konzern weist die Vorwürfe zurück und verweist auf zahlreiche Neueinführungen im Jahr 2020, weswegen man den Händlern Vorführwagen zur Verfügung gestellt hätte. Außerdem sei man dabei, die hauseigene Dienstwagenflotte auf Elektro-Modelle umzustellen. Die hohe Verkaufszahl von E-Autos sei "kein Strohfeuer".

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