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GP Joule ordert 10-Megawatt-Elektrolyseure bei H2B2 für Logistikprojekte

In den kommenden Jahren will man das Wasserstoff-Verkehrsnetz in Deutschland ausbauen und den Schwertransport dekarbonisieren. Dafür bietet man Spediteuren ein Komplettpaket inklusive Lkw-Miete & Service.

Mehr Stoff aus Wasserstoff: Der H2 soll ausschließlich aus regenerativen Energien hergestellt - und in eigenen Miet-Lkw verbraucht werden. | Foto: GP Joule
Mehr Stoff aus Wasserstoff: Der H2 soll ausschließlich aus regenerativen Energien hergestellt - und in eigenen Miet-Lkw verbraucht werden. | Foto: GP Joule
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Johannes Reichel

Das Energiewende-Unternehmen JP Joule hat mit dem spanischen Hersteller H2B2 eine Vereinbarung über den Kauf von fünf Elektrolyseuren mit jeweils zwei Megawatt Leistung getroffen. Die Installation ist für Anfang 2024 vorgesehen. Die Elektrolyseure werden in Projekten eingesetzt, mit denen der norddeutsche Spezialist insbesondere den Transportsektor dekarbonisiert. Dafür bietet man Kunden aus Logistik, Handel und Industrie das Komplettpaket aus einer Hand an, wie den aus erneuerbaren Energien erzeugten Wasserstoff ebenso wie den Bau und Betrieb der Wasserstoff-Tankstellen sowie die entsprechenden Brennstoffzellen-Lkws.

„Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, mit erneuerbaren Energien klimafreundlichen Kraftstoff zu erzeugen und damit den Schwerlastverkehr zu dekarbonisieren. Dafür setzen wir auf starke Partner wie H2B2, die ebenso wie wir auf die Produktion von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien spezialisiert sind und über langjährige Erfahrungen am Markt verfügen", erklärt André Steinau, Geschäftsführer von GP JOULE HYDROGEN.

Hochleistung aus Spanien

Dem Rahmenvertrag mit H2B2 war dem Vernehmen nach ein intensives Marktscreening derzeit verfügbarer 2-Megawatt-Elektrolyseure vorausgegangen. Die Elektrolyseure von H2B2 verfügen laut Steinau über einen überdurchschnittlich hohen Wasserstoff-Ausgangsdruck und könnten bei Bedarf zügig um die zusätzliche Leistung von 1 Megawatt erweitert werden. Die Systeme arbeiten mit der Polymer-Elektrolyt-Membran-Technologie (PEM), die sehr gut für die fluktuierende Stromzufuhr aus erneuerbaren Energien geeignet sein soll. Sie werden kompakt und wartungsfreundlich in Containerlösungen montiert und gefertigt in Sevilla, Spanien.

Fuel-Cell-Trucks zur Miete als Einstieg

GP JOULE habe sich bereits die Lieferung von Brennstoffzellen-Lkws gesichert, heißt es weiter. Kunden aus Spedition und Logistik könnten diese in einem Komplettpaket nutzen, das Wartung und Service sowie den emissionsfreien Kraftstoff beinhaltet. Man baue die entsprechenden Tankstellen- und Wasserstoffproduktionsanlagen auf und betreibe sie auch. Der Wasserstoff soll ausschließlich mit erneuerbaren Energien erzeugt werden. Der nun abgeschlossene Vertrag soll kurze Lieferzeiten und damit eine schnelle Projektumsetzung im Bereich der Wasserstofferzeugung sichern.

„Dass GP JOULE sich für die Technologie von H2B2 entschieden hat, um Europas größtes Netz an grünen Wasserstofftankstellen auszubauen, zeigt die Stärke unseres Innovationsmodells“, erklärt Anselmo Andrade, CEO von H2B2.

Die Norddeutschen greifen auf mehr als zehn Jahre Erfahrung in der Wasserstoffentwicklung zurück. Im Landkreis rund um seinen Standort in Nordfriesland hat das Unternehmen Deutschlands größtes, grünes Wasserstoffmobilitätsprojekt eFarm realisiert und betreibt heute mehrere selbst errichtete Produktionsstandorte und Tankstellen, hat Brennstoffzellenfahrzeuge und Fördermittel akquiriert. Für eFarm wurde das Unternehmen mit dem Deutschen Mobilitätspreis 2022 ausgezeichnet.

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