Govecs steigt größer ins Scooter-Sharing ein

Im Franchisesystem will man Kommunen die Lösung der in Stuttgart erprobten Sharing-Tochter Zoom erschließen, das ab 20 Rollern in der Flotte möglich ist und auch Beratung sowie Flottensoftware umfasst.

Fokus auf Zoom: Govecs will nicht nur als Hersteller, sondern auch im größerem Maßstab als Sharing-Anbieter reüssieren und bietet ein Franchise-System an. | Foto: Govecs
Fokus auf Zoom: Govecs will nicht nur als Hersteller, sondern auch im größerem Maßstab als Sharing-Anbieter reüssieren und bietet ein Franchise-System an. | Foto: Govecs
Johannes Reichel

Der E-Roller-Hersteller Govecs hat ein deutschlandweite Sharing-Konzept gestartet. Unter der Marke Zoom Sharing sollen im Franchisekonzept Beratungsdienstleistungen für Städte, Gemeinden und Unternehmen, die vernetzte Elektrorollerflotten anbieten möchten angeboten werden. Möglich sei dies bereits ab 20 Fahrzeugen Flottengröße. So schafft der führende Hersteller von Elektrorollern in Europa ein zusätzliches Angebot urbaner Mobilität, das den Autoverkehr in Stadtgebieten entlastet. Bisher betreibt der Hersteller das Sharing unter der Marke als eigenes Projekt in Stuttgart mit 200 Rollern vom Typ E-Schwalbe. "Die baden-württembergische Landeshauptstadt dient als Live-Showcase und zeigt, wie Sharing effizient funktionieren kann", so der Hersteller. Laut „unu Global Scooter Sharing Market Report 2019“ sei Govecs Marktführer im Sharing-Segment. Man sieht sich nicht nur beim Thema Technologie im Vorteil, sondern auch bei konstanter Flottenverfügbarkeit und Flexibilität.

„Im Bereich Sharing liegen unsere Wurzeln. 2015 haben wir als eines der ersten Projekte dieser Art Sharing-Roller nach San Francisco geliefert“, erzählt Thomas Grübel, Geschäftsführer der Govecs Sharing GmbH.

Heute seien bereits rund 15.000 Sharing-Roller der Marke für diverse Kunden in zahlreichen europäischen Großstädten unterwegs. Diese Expertise wolle man nun nutzen, um die Vision von neuen und nachhaltigen Mobilitätslösungen gemeinsam mit weiteren Partnern voranzubringen", skizziert Grübel weiter.

Franchise-Angebot als Lösung mit Hardware und Software

Das Franchise-Sharing-Angebot präsentiert sich als Komplettlösung mit Hardware und Software und ist modular angelegt. Neben der E-Schwalbe sollen zukünftig weitere E-Roller aus dem jüngst weiter ausgebauten Portfolio hinzukommen. Zu mieten sind die Roller über die Software-Infrastruktur, die ebenfalls Teil des Angebotes ist. Außerdem bietet man Schulungen in diversen Bereichen wie Technik der E-Roller, Verwendung der Software oder Batteriewechsel an. Optional könnten auch die Service-Hotline sowie eine jährliche Inspektion der E-Roller in Anspruch genommen werden, wirbt der Mikromobilitätsspezialist weiter. Die aktive Unterstützung im Flottenmanagement schließe zudem die Definition des Geschäftsgebietes, regelmäßige Updates von Cloud Service & Application und das Aufsetzen von Abrechnungsprozessen ein. Operative Dienstleistungen wie die Auswahl und Schulung eines lokalen Servicepartners sowie die Bereitstellung von Ersatzteilen seien ebenfalls möglich.

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