Go-Ahead ordert Wrightbus-Wasserstoffbusse

Das britische Verkehrsunternehmen will die Eindeckerbusse des Modells GB Kite Hydroliner ab 2022 auf den Schnellstrecken der Londoner Vororte Crawley, Redhill und im Bereich des Flughafens Gatwick Airport einsetzen.

Auf dem Weg zu Europas größter Wasserstoffbusflotte ist das britische Verkehrsunternehmen Go-Ahead. (Foto: Go-Ahead)
Auf dem Weg zu Europas größter Wasserstoffbusflotte ist das britische Verkehrsunternehmen Go-Ahead. (Foto: Go-Ahead)
Redaktion (allg.)
von Martina Weyh

Erstmals hat das britische Verkehrsunternehmen Go-Ahead Wasserstoffbusse geordert. Die Beschaffung der Brennstoffzellen-Eindecker wird mit Fördergeldern der britischen Regierung und der Europäischen Union für emissionsfreie Bussysteme subventioniert.

„Dies ist ein bedeutender Meilenstein für Go-Ahead, da wir auf unser Ziel einer emissionsfreien Busflotte bis 2035 hinarbeiten. Diese Busse werden sauber und grün sein und den Fahrgästen eine komfortable Reise ermöglichen“, so David Brown, Chief Executive der Go-Ahead Group.

Neue Technologien seien jedoch nur ein Teil des Puzzles bei der Bekämpfung des Klimawandels, so Brown – Go-Ahead wolle eine umfassende Verhaltensänderung fördern und zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel bewegen.

„Um die Verhaltensänderung in Gang zu setzen, die wir in den Reisegewohnheiten der Menschen sehen müssen, brauchen wir eine Autobahninfrastruktur, die dem Ehrgeiz entspricht, den wir für emissionsfreie Busse haben, sodass die Busfahrzeiten für Autofahrer deutlich schneller und attraktiver werden."

Bis dato sind 300 der 6.000 Busse umfassenden Flotte von Go-Ahead elektrisch unterwegs – bis 2035 soll der Umbau zu einem komplett emissionsfreien Fuhrpark abgeschlossen sein, so das erklärte Ziel.

Die Wasserstoffbusse von Wrightbus werden auf den sogenannten Fastway-Strecken der Londoner Vororte Crawley, Redhill und im Bereich des Flughafens Gatwick Airport auf Linie gehen.

In Planung ist derzeit die Order über weitere 34 Wasserstoffbusse – damit habe man „das Potenzial, die bisher größte lokale Flotte von Wasserstoffbussen in Europa zu werden“.

Die Wasserstoffbusse von Wrightbus punkten auch beim Einsatz in schwierigem topografischen Gelände mit ihrer großen Reichweite.

„Wir bieten 24 Stunden am Tag Dienste an, mit hügeligem Gelände, schweren Passagierlasten und Arbeitszyklen, die mit bis zu 370 Meilen pro Tag weit über dem nationalen Durchschnitt liegen. Das birgt wirklich herausfordernde Bedingungen für jede Technologie – und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass Wasserstoff der effizienteste Ersatz für unsere Dieselbusse ist.“

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