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GM macht mehr Gewinn – dank fetter Pick-ups und SUV

Kosten runter, Fahrzeuggröße rauf: Im zweiten Quartal 2019 hat so neben FCA auch GM - zumindest in den USA - gutes Geld verdient.

Für die Gewinne sorgten vor allem die Full-Size-SUV und -Pick-ups. Hier die Cadillac-Escalade-Fertigung in Arlington. | Foto: GM
Für die Gewinne sorgten vor allem die Full-Size-SUV und -Pick-ups. Hier die Cadillac-Escalade-Fertigung in Arlington. | Foto: GM
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Gregor Soller

In China bricht GM zwar der Markt weg, aber dank neuer Selbstzentrierung in den USA scheint das nicht weiter zu stören, da es auf dem Heimatmarkt weiter gut lief für General Motors. Im zweiten Quartal 2019 stieg der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um 1,6 Prozent von 2,2 auf 2,4 Milliarden US-Dollar an, wie GM in Detroit mitteilte. Dich das ist nur die halbe Wahrheit, denn: Der konzernweite Umsatz ging um knapp zwei Prozent auf 36,1 Milliarden Dollar zurück. Und neben China, wo man zweistellig ins Minus fuhr gab es auch in den USA Absatzrückgänge.

Wirklich Geld verdient wurde fast nur auf dem nordamerikanischen Markt, wo die weiterhin beliebten, technisch eher einfachen großen SUV und Pick-ups vergleichsweise hohe Margen einfahren.

Bittere Pille für GM: Die Ergebnisse zeigten laut Mary Barra „die gesamte Ertragskraft“ des Truck-Geschäfts – das Problem ist nur: Diese Fahrzeuge werden außer in den USA und in Kanada weltweit nur in homöopathischen Dosen verkauft. Und in Sachen Elektromobilität und digitaler Vernetzung hört man von GM eher wenig Bahnbrechendes.

Was bedeutet das?

Die positiven Zahlen von GM täuschen über die prinzipielle Problematik des Konzerns hinweg: Weltweit gesehen fährt der einstige größte Autohersteller der Welt seit Jahren im Rückwärtsgang und betreibt ähnlich dem US-Präsidenten eine „America first“-Politik. Das macht GM immer abhängiger vom teils sehr speziellen Heimatmarkt. Und wer der mal wieder einbricht, dürften in Detroit dann abermals ganz schnell die Lichter ausgehen.

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