GM erhöht Investitionen in E-Mobilität und Robo-Taxis

Das Geschäft läuft besser als erwartet. Auch deshalb stocken die Amerikaner ihr Investitionen in elektrische und automatisierte Mobilität um ein Drittel auf. 2025 will man über eine Million Stromer absetzen.

In Zukunft elektrisch und zwar zügiger: GM-Chefin Mary Barra bestätigte Meldungen über ein höheres Investment in die Elektrifizierung. Bis 2025 will der Konzern über eine Million EVs auf der Straße haben. | Foto: GM
In Zukunft elektrisch und zwar zügiger: GM-Chefin Mary Barra bestätigte Meldungen über ein höheres Investment in die Elektrifizierung. Bis 2025 will der Konzern über eine Million EVs auf der Straße haben. | Foto: GM
Johannes Reichel

Der US-Autokonzern General Motors hat jetzt nach einem Reuters-Bericht offiziell bestätigt, dass man die Investitionen in elektrisches und autonomes Fahren bis 2025 um ein Drittel auf dann 35 Milliarden US-Dollar (29 Mrd. Euro) aufstocken will. Man investiere "aggressiv", kündigte GM-Chefin Mary Barra an. Nach ihrem Dafürhalten soll der Autobauer im Jahr 2025 bereits über eine Million Stromautos absetzen. Die aktuellen Verkäufe liefen besser als prognostiziert, man erwartet einen Gewinn von 8,5 bis 9,5 Milliarden US-Dollar (7,8 Mrd. Euro) durch den guten Fahrzeugabsatz wie auch durch Finanzdienstleistungen. Unter anderem sollen aus den Investitionen zwei weitere Standorte für die Fertigung von Akkus entstehen, zu den ohnehin geplanten zwei Anlagen im Rahmen des Joint-Ventures mit dem koreanischen Batteriespezialisten LG Energy Solutions. GM will bis 2035 komplett aus der Verbrennertechnologie aussteigen. Bis 2025 sollen dafür als Zwischenschritt global 30 reine Batterieautos verfügbar sein und der Anteil auf 40 Prozent am Portfolio gesteigert werden.

Zudem war bekannt geworden, dass GM die Robo-Taxi-Tochter Cruise mit einem Kredit von fünf Milliarden US-Dollar (4,1 Mrd. Euro) unterstützt. Cruise will bis 2023 erste autonome Shuttles in Dubai an den Start bringen, angepeilt ist eine Flotte von 4.000 Fahrzeugen. Derzeit entstehen 100 Prototypen des Cruise Origin, der erstmals im Januar 2021 vorgestellt worden war. Neben GM sind auch Investoren wie Microsoft und Honda mit Milliardenbeträgen in die Firma investiert.

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