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GM: Bekenntnis zu vollelektrischer Zukunft

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass auch GM eine ganze Reihe von elektrifizierten Fahrzeugen plant.

Abenddämmerung: Statt V8 dürften auch die großen GM-Pickups bald E-Maschinen unter den Hauben tragen. | Foto: GMC
Abenddämmerung: Statt V8 dürften auch die großen GM-Pickups bald E-Maschinen unter den Hauben tragen. | Foto: GMC
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Gregor Soller

Nachdem Ford sich an Rivian beteiligt hat und Zugriff auf VWs MEB-Baukasten hat, dreht scheinbar auch GM seine Volt-Regler nach oben – natürlich in der schweren Klasse, die sich in den USA am besten verkauft. Hinter den Kulissen wird laut Reuters das sogenannte BT1-Programm entwickelt, das unter anderem einen elektrischen GMC-Pickup und ein E-SUV für Cadillac umfasst, die beide ab 2023 auf den Markt kommen sollen. Der GMC-Pickup lässt sich dann auch leicht in einen Chevy verwandeln und dem Caddy-SUV könnte eine Buick-Variante folgen. Gebaut werden könnten die Stromer im Werk Detroit-Hamtramck. Gestartet werden soll ab Ende 2021 aber mit einem E-Pickup für eine andere Marke in kleinen Stückzahlen. Hierfür könnte GM die Marke Hummer wiederbeleben, was laut Reuters aber noch nicht entschieden sei.

Die BT1-Familie soll laut Reuters eine komplett eigenentwickelte spezielle Elektrofahrzeug-Architektur verwenden. In Vollauslastung sollen in Hamtramck ab 2024 bis zu 80.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr gebaut werden können. Reuters zitiert einen Branchenkenner, der davon ausgeht, dass das Cadillac-SUV bei rund 90.000 Dollar starten wird. Damit wird auch GM zunächst im Hochpreis-Segment starten – auch die GMC-Produkte sind immer teurer als ihre (fast baugleichen) Chevrolet-Pendants.  

Dazu passt auch die Vereinbarung mit der Gewerkschaft UAW für neue Investitionen in den USA in Höhe von insgesamt sieben Milliarden Dollar über die nächsten vier Jahre – unter anderem eben auch für die Produktion eines elektrisch angetriebenen Pickups in Detroit sowie für die Fertigung von Akkuzellen in Lordstown im US-Bundesstaat Ohio. Wobei Letzteres laut Reuters ein Joint Venture-Unternehmen sein dürfte, ohne dass bisher ein Partner genannt würde.  Doch das Joint-Venture sei Teil eines Plans von GM, in den kommenden vier Jahren weitere 1,3 Milliarden Dollar in Nicht-GM-eigene Werke in den USA zu investieren.

Was bedeutet das?

Auch wenn der Präsident voll auf der Bremse steht und GM eigentlich nur noch in den USA eine echte Macht ist: Mittlerweile hat sich selbst General Motors nach eigenen Angaben „zu einer elektrischen Zukunft“ verpflichtet und glaubt wie VW an eine „vollelektrische Zukunft“. Auch wenn man dafür wahrscheinlich die herkömmlichen üppigen Produktgrößen scheinbar nicht aufgeben wird. Trotzdem: Allein die Tatsache, dass GM diesen Weg ebenfalls konsequent beschreitet, lässt aufhorchen.

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