Genua: 470 Mio. Euro für den Ausbau des Trolleybussystems

Auf dem Weg in die emissionsfreie Zukunft – für ihr ambitioniertes und umweltfreundliches ÖPNV-Projekt hat die Hafenstadt Genua grünes Licht von der italienischen Regierung erhalten.

Die batterieelektrischen Trolleybusse sollen in Genua auf einem System von vier Achsen (Levante, Centro, Ponente, Valbisagno) auf überwiegend reservierten Fahrspuren eingesetzt werden. (Foto: Arbalete)
Die batterieelektrischen Trolleybusse sollen in Genua auf einem System von vier Achsen (Levante, Centro, Ponente, Valbisagno) auf überwiegend reservierten Fahrspuren eingesetzt werden. (Foto: Arbalete)
Redaktion (allg.)
von Martina Weyh

Der Startschuss ist gefallen: 470 Millionen Euro werden von der italienischen Regierung für die Reorganisation und den Ausbau des O-Bus-Netzes in Genua sowie des öffentlichen Verkehrsnetzes der Stadt insgesamt bereitgestellt. Das ambitionierte Ziel – weniger Individualverkehr und eine Steigerung des ÖPNV-Nutzung.

Plan für eine grüne Zukunft

Nach Informationen der Onlineplattform Sustainable Bus soll Genuas Trolleybusnetz rund 50 km lang werden und hauptsächlich auf reservierten oder geschützten Fahrspuren entlang der Hauptstrecken verlaufen. 17 neue elektrische Unterstationen sieht das Projekt vor, einschließlich spezifischer Anpassungen des Stadt- und Straßennetzes und den Bau von zwei Parkhäusern und zwölf Endstationen.

Damit einher gehen soll auch die Beschaffung von bis zu 145 batterie-elektrischen 18-Meter-Trolleybussen, deren Kauf mit 123 Mio. Euro zu Buche schlagen wird. Weitere 72 Mio. aus dem Gesamtbudget sind für die neue Zweidrahtleitung, Unterstationen und Anlagen (neues Depot, Modernisierung einiger bestehender Depots) sowie für städtische Umgestaltungsarbeiten veranschlagt, 98 Mio. für die notwendigen Straßenbauarbeiten.

Was bedeutet das?

Der Trolleybus schlägt nach wie vor die emissionsfreie Brücke zwischen Tram und Bus - braucht aber die Infrastruktur dafür.

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