Genfer Salon frühestens wieder 2022

Eine Umfrage unter Ausstellern ergab ein negatives Bild und so muss die Stiftung des Salons auch die 2021er-Ausgabe absagen. Mittelfristig strebt man einen Verkauf der Veranstaltung an.

Kaum vorstellbar, dass der Genfer Salon 2021 in der bekannt gedrängten Form, bisher eine Stärke der Schau, hätte stattfinden können. Jetzt zogen die Organisatoren frühzeitig die Reissleine. | Foto: GIMS
Kaum vorstellbar, dass der Genfer Salon 2021 in der bekannt gedrängten Form, bisher eine Stärke der Schau, hätte stattfinden können. Jetzt zogen die Organisatoren frühzeitig die Reissleine. | Foto: GIMS
Johannes Reichel

Nachdem offenbar eine Mehrheit der Aussteller signalisiert hatte, dass sie "wahrscheinlich" nicht teilnehmen würden am Genfer Salon vom 4.-14. März 2021, hat der Veranstalter die Konsequenzen gezogen und die 2021er-Ausgabe abgesagt. "Der Automobilsektor befindet sich in einer schwierigen Phase und die Aussteller brauchen Zeit, um sich von den Folgen der Pandemie zu erholen", heißt es von Seiten der Stiftung "Salon International de l’Automobile", die die Messe veranstaltet. Darüber hinaus sei nicht sicher, "ob die gesundheitliche Situation die Organisation einer Veranstaltung mit mehr als 600’000 Besuchern und 10.000 Journalisten im kommenden Frühjahr erlaubt", begründen die Verantwortlichen weiter.

Ein mögliches Darlehen des Schweizer Kantons über 16,8 Millionen Schweizer Franken schlug die Organisation aus, weil hier Bedingung war, dass es 2021 eine Veranstaltung geben würde. Die Stiftung beschloss weiter, den Verkauf der GIMS an die Genfer Messegesellschaft Palexpo SA "zu begünstigen", wie es hieß. Das Ziel sei, eine Lösung zu finden, "welche die regelmässige Organisation eines internationalen Automobil- Salons in Genf sicherstellt". Die GIMS ist die grösste öffentliche Veranstaltung in der Schweiz. Ihre wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Kanton Genf werden auf rund 200 Millionen Schweizer Franken pro Jahr geschätzt. Die Verluste durch die Absage der diesjährigen Ausgabe werden auf elf Millionen Schweizer Franken geschätzt und hätten die neuerliche Absage ebenfalls beeinflusst.

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