Genf 2020: Hyundai i30 mit Mild-Hybrid und mehr Fahrerassistenz

Ein 48-Volt-Mildhybrid soll Benzinern und Diesel zu mehr Effizienz verhelfen, mehr Fahrerassistenz zu höherer Sicherheit und ein Infotainment-Update zu mehr Konnektivität.

Mehr Komfort und Sicherheit, weniger Verbrauch: Das Facelift für den i30 setzt an entscheidenden Stellen an, frischt zudem das Außendesign auf und ergänzt eine sportive "N Line"-Version auch für den Kombi. | Foto: Hyundai
Mehr Komfort und Sicherheit, weniger Verbrauch: Das Facelift für den i30 setzt an entscheidenden Stellen an, frischt zudem das Außendesign auf und ergänzt eine sportive "N Line"-Version auch für den Kombi. | Foto: Hyundai
Johannes Reichel

Der koreanische Automobilhersteller Hyundai Motor hat weitere Details zum überarbeiteten i30 vor der Premiere auf dem Internationalen Automobil-Salon in Genf (3. März 2020) bekanntgegeben. Mit der Modellpflege halten jetzt Benzin- und Dieselmotoren mit 48 Volt-Mildhybrid-System, effizientere Getriebe, erweiterte SmartSense Sicherheits- und Komfortfunktionen sowie ein aufgewertetes Außen- und Innendesign Einzug. Umfassend erneuert habe man zudem die 7-Zoll-Instrumententafel, die nun digital darstellt, und der 10,25 Zoll große Touchscreen-Bildschirm des Navigationssystems. Über Android Auto und Apple CarPlay kann der Fahrer diverse Apps seines Smartphone auf dem Bildschirm des i30 spiegeln und nutzen. Smartphones lassen sich mit der Ladeablage in der Mittelkonsole kabellos aufladen.

Mild-Hybrid-Technik für Benziner und Diesel

Komplett neu entwickelt wurde der Einstiegsmotor in Form des 1.5 DPi-Vierzylinder mit Doppeleinspritzung und 81 kW (110 PS). Darauf folgt der 1.0 T-GDi-Dreizylinder mit 88 kW (120 PS), den es wahlweise in Kombination mit einem 48 Volt-Mildhybrid-System anbietet. In der dritten Motorvariante, dem 1.5 T-GDi-Vierzylinder mit 118 kW (160 PS), ist das verbrauchsschonende System serienmäßig verbaut. Die zwei 1.6 CRDi-Diesel leisten 85 kW (115 PS) beziehungsweise in Verbindung mit dem serienmäßig eingebauten 48 Volt-Mildhybrid-System 100 kW (136 PS).

Bei den Mildhybrid-Modellen verfügt das manuelle Sechsgang-Schaltgetriebe über eine elektronisch geregelte Kupplung (iMT). Dieses neu entwickelte Schaltgetriebe entkoppelt den Motor in bestimmten Fahrsituationen und abhängig von der Motordrehzahl vom Getriebe, sobald der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt. Das Fahrzeug geht dann in einen kraftstoffsparenden Segelmodus über, skizziert der Hersteller. Mit Ausnahme des Einstiegsmotors (81 kW) seien alle Triebwerke zudem optional mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (7DCT) erhältlich. Die Verbräuche wurden wegen noch fehlender Homologation noch nicht kommuniziert.

Mehr Fahrassistenz: aktive Spurwechselhilfe

Zum Update bei der Fahrerassistenz gehört der Stauassistent (LFA), der in Zusammenarbeit mit der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage automatisch ausreichend Abstand zum Vordermann hält. Der aktive Querverkehrswarner hinten (RCCA) warnt den Fahrer während des rückwärtigen Ausparkens bei drohender Kollision aktiv vor dem heranfahrenden Fahrzeug bremst selbsttätig ab. Ebenfalls neu ist der Anfahralarm (LVDA), der den Fahrer warnt, wenn das vor ihm stehende Fahrzeug losfährt, und er etwa an einer Ampel nach dem Wechsel auf Grün nicht reagiert. Der aktive Totwinkelassistent (BCA) überwacht mittels Radarsensoren die seitlichen Fahrbahnen. Wird trotz visueller und akustischer Warnungen auf den Außenspiegeln der Spurwechsel eingeleitet, bremst die intelligente Elektronik gezielt einzelne Räder ab, um das Fahrzeug wieder in die alte Spur zu bringen, beschreibt der Anbieter.

Verbessert wurde auch der autonome Notbremsassistent (FCA), der neben anderen Fahrzeugen und Fußgängern auch Radfahrer erkennt. Der Aufmerksamkeitsassistent (DAW), der Fernlichtassistent (HBA), die Verkehrszeichenerkennung (ISLW) und der aktive Spurhalteassistent (LKA) komplettieren die sogenannten "SmartSense"-Funktionen. Ebenfalls neu ist eCall-System, das im Notfall auf Knopfdruck Kontakt mit der nächsten Rettungsleitstelle erlaubt. Darüber hinaus aktiviert sich das System automatisch, wenn die Airbags des Fahrzeugs ausgelöst haben.

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